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Starkbierfest Vierkirchen:Roter Champion

Starkbierfest Vierkirchen

Von links: Gemeinderat Gerhard Pechler (Reinhard Scheitler), Bürgermeister Harald Dirlenbach (Johann Zeiner) und "Busch" (Magdalena Leibhard).

(Foto: Privat)

Satirischer Blick auf die Lokalpolitik

Beim ausverkauften Starkbierfest mit Kommunalpolitiker-Derblecken präsentierte die Theatergruppe Vierkirchen vor 380 Besuchern im Sportheim etliche mehr oder weniger geeignete Gegenkandidaten für den "schwergewichtigen" amtierenden Bürgermeister Harald Dirlenbach. Dazu diente ein Boxring mit "roter" und "schwarzer" Ecke, in dem eine Vielzahl von Bewerbern parodiert wurden - vor allem Gemeinderatsmitglieder. Für die Verwandlung der Darsteller leistete Maskenbildnerin Daniela Röhner ganze Arbeit. Als Michael Buffer, weltbekannter Box-Ansager, Ringsprecher und Entertainer fungierte Martin Seitz, assistiert von Michael Grimmer, Josy Samstag, Andrea Hendlmeier und Birgit Holzer (alle Beschäftigte in der Gemeindeverwaltung) sowie Alexander Scheitler, Chrissy Bestle und Spielleiter Mario Eichinger. Weitere Darsteller waren Jutta Scheitler, Daniela Röhner, Helga Stichlmeyr, Reinhard Scheitler und Rainer Jengkofer.

Gefrotzelt wurde gleich zu Beginn über Landrat Stefan Löwl, weil der beim vergangenen Starkbierfest einen hochrangigen Botschaftsangehörigen als Gast dabei hatte. Protagonist, Ideengeber und Autor Mario Eichinger: "Die Sicherheitskräfte und die Spürhunde sorgten für eine unvergessliche Starbierfest-Atmosphäre, danke lieber Stefan!" Dem Exbürgermeister Günter Fuchs aus Petershausen wurde der Wahlslogan "sei nicht fad (Der Amtsinhaber heißt Fath) - wähle Fuchs" wärmstens empfohlen. Dann könnte es klappen mit "higwählt - abgwählt - wieder gwählt".

In der roten Ecke dann der mit Spannung erwartete Auftritt des "ungeschlagenen Schwergewichts-Bürgermeisters in der Ü150-Gewichtsklasse" Harry Dirlenbach, genannt der "Rote mit dem schwarzen Sakko", seiner Lieblingsbekleidung (Johann Zeiner köstlich hintersinnig). Und wie immer an seiner Seite sein CSU-Freund Josef Göttler, genannt "Busch" oder auch "Frau Bürgermeisterin" (Magdalena Leibhard stellte den stets "zappeligen Busch" als grüne Topfpflanze mit Gesicht dar). Lediglich dem CSU-Gemeinderat Siegfried Nefzger räumte man Chancen ein, "weil er der einzige ist, der eine Ahnung hat". Aber der könnte mit einem Sieg sowieso nicht umgehen, "weil er nur Niederlagen gewöhnt ist": Die letzten Wahlen zum Zweiten und Dritten Bürgermeister hat er verloren. Vom Ring aus schlug Amtsinhaber Harry dem im Publikum sitzenden Sigi vor: "Wir machen einen Deal, du wirst dann Zweiter Bürgermeister. Wir sind doch in Bayern oder, CSU-Sigi?"