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Stadtplanung:Augustenfeld auf dem Prüfstand

CSU will Erschließungspläne für das geplante Zentrum überarbeiten

Die CSU-Fraktion im Dachauer Stadtrat will die Planung für den Stadtteil Augustenfeld-Zentrum komplett auf den Prüfstand stellen. Wie Fraktionssprecher Florian Schiller in einem Antrag an Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) schreibt, sollen für die geplante Erschließung des Areals "neue stadtplanerische Optionen entwickelt" werden. Auch die Bürgerschaft solle erneut eingebunden werden, bevor der Stadtrat eine Variante zur weiteren Planung festlegt. Die Stadtverwaltung soll die Möglichkeit überprüfen, ob bei der Auflösung des Pendlerparkplatzes der künftig unterzubringende ruhende P+R-Verkehr gestapelt werden könne, etwa in Kombination mit Quartiersgaragen oder mit anderen überbauten Flächen. Für eine Beratung in den Stadtratsausschüssen braucht es laut CSU eine Einschätzung des "tatsächlichen zukünftigen Stellplatz- und Mobilitätsbedarfes".

Auch bei den vorgesehenen Nutzungen wie Wohnen und Einzelhandel bedürfe es aus Sicht der Partei eines neuen Erschließungskonzepts. "Als Alternative soll eine Herauslösung der TSV-Flächen für eine vorgezogene Überplanung und separate Erschließung des Geländes dargestellt werden", heißt es in dem Antrag. Dabei bliebe das Gelände außerhalb des heutigen Areals des TSV 1865 in seiner Nutzung unverändert. Die Begründung: Im Laufe der Planung, die bereits in den Achtzigerjahren begonnen hat, hätten sich, so die CSU, für das Gelände Augustenfeld-Zentrum etliche substantielle Veränderungen ergeben. Eine Erschließung von Pendler-Parkhaus, Park-and-Ride-Verkehr, ÖPNV-Ostanbindung sowie des Kinos durch eine direkte Verbindung über den Schleißheimer Kanal nach Norden könne weder leistungsfähig noch wirtschaftlich realisiert werden. Die Pläne seien veraltet und würden keine Antworten auf die veränderten Mobilitätsbedürfnisse in der Stadt geben.

© SZ vom 10.09.2020 / SZ

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