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Sporthalle:Modern und multifunktional

Dachau

Sportlicher Sportreferent: Günter Dietz will die Ausstattung der Halle detailliert auflisten lassen.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Stadträte bewilligen 250 000 Euro Planungskosten für den Ersatzbau der Scherer-Halle

Die Stadträte haben den Neubau, der die Georg-Scherer-Halle ersetzen soll, auf den Weg gebracht. Der Allgemeine Sportverein ASV hatte eine umfassende Bedarfs- und Vorhabenliste vorgelegt. Auf dieser Grundlage entschieden die Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss für die Planungen statt 200 000 Euro, sogar 250 000 Euro zu bewilligen. Insgesamt zehn Millionen Euro Baukostenzuschuss sollen in die Haushaltspläne 2020 und 2021 eingestellt werden. Der Planer soll beauftragt werden, sowohl darzustellen, was mindestens nötig ist, als auch, was maximal möglich ist.

Die Vorschläge des ASV kratzen dabei bereits am oberen möglichen Rand. Etwa 6650 Quadratmeter Fläche soll die neue Halle bieten, allein die Grundfläche soll etwa 3000 Quadratmeter groß sein. Die Halle soll für eine Vielzahl von Nutzungen ausgelegt sein - vom Volleyball-Bundesliga-Spiel über den Schulsport bis zur Kinderbetreuung. Der ASV schätzt, dass ein Neubau nach seinen Wünschen zwischen 14,5 und 17 Millionen Euro kosten könnte. Etwa 1000 Zuschauer sollen auf den Tribünen Platz finden - mehr als doppelt so viele wie in der alten Halle. Allein auf den Publikumsbereich mit Sitzflächen, Toiletten, Foyer und Bistro entfallen somit 900 Quadratmeter. Für die Dreifachturnhalle mit Geräteräumen, Umkleiden und Duschen werden weitere 2000 Quadratmeter veranschlagt.

Ungefähr ein Drittel der Fläche, insgesamt 2400 Quadratmeter, soll nach den Vorstellungen des ASV verplant werden für fünf weitere Räume, die für verschiedene Gruppen und Sportarten genutzt werden können, außerdem für eine Einfachhalle, die sich für den Grundschulsport eignet, für eine Kletter- und Boulderwand sowie eine Fitnessfläche. Platz soll außerdem vorgehalten werden für die Mittagsbetreuung von Schulkindern sowie für die Betreuung von Kleinkindern. Ausgerichtet ist das Konzept auch am Bedarf der Mittelschule und der Grundschule Süd, die bereits jetzt ASV-Anlagen nutzen.

Die Stadträte begegnen in der Mehrheit den Plänen des ASV sehr aufgeschlossen. Für den Ablauf der Planungen schlug Sportreferent Günter Dietz (CSU) jedoch vor, ähnlich wie bei den Planungen zum Hallenbad vorzugehen. Einzeln soll dargestellt werden, wie teuer die Grundausstattung ist und wie viel jedes weitere Extra kostet. Zudem soll der Planer helfen, einzuschätzen, was wirklich notwendig ist. Etwa jene fünf Multifunktionssporträume von jeweils etwa 200 Quadratmeter Größe. Laut ASV werden diese für die allein 2500 Mitglieder der Gymnastik- und Gesundheitssportabteilung benötigt.

Lediglich gegen die Stimme von Edgar Forster (FW), der auch dem Einstellen der zehn Millionen Euro in die Haushaltspläne 2020 und 2021 nicht zustimmte, wurde der Ansatz für die Planungskosten erhöht. Davon abgesehen herrschte im Stadtrat Einigkeit über das Vorhaben. FDP-Stadtrat und TSV-Vorstandsmitglied Jürgen Seidl betonte eigens, dass "insbesondere die Vorstandschaft des TSV den Neubau" unterstütze. Obwohl es, fügte er mit Blick auf die marode Jahnhalle des TSV an, "derzeit sanierungsbedürftigere Sporthallen in Dachau gibt". Der ASV hat nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren 1100 Mitglieder hinzu gewonnen, damit gehören dem größten Sportverein Dachaus nun mehr als 4000 Menschen an. Der ASV will zurück in die Volleyball-Bundesliga, die alte Halle aber entspricht diesen Anforderungen nicht.