Vermutlich ist am Montagnachmittag ein sogenannter Sekundenschlaf die Ursache für einen folgenschweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2047 im Gemeindegebiet Schwabhausen gewesen. Verletzt wurden dabei insgesamt sieben Personen, darunter fünf Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Bereitschaftspolizei.
Laut Polizei war ein 59-Jähriger aus Erdweg gegen 15 Uhr mit seinem SUV von Oberroth in Richtung Großberghofen unterwegs. Zeitgleich befanden sich zwei Fahrzeuge der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Rahmen einer Ausbildungsfahrt auf der St 2047 in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Der vordere Pkw, als Polizeifahrzeug nicht zu erkennen, wurde von einer 49-jährigen Polizeiausbilderin der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau gelenkt. Als Mitfahrer befanden sich drei Polizeibeamte in Ausbildung im Fahrzeug.
Der Pkw des Erdwegers gerät auf die Gegenfahrbahn
Den dahinter fahrenden, uniformierten Bus steuerte eine 24-jährige Polizeibeamtin in Ausbildung der V. Bereitschaftspolizeiabteilung Königsbrunn. Im Fahrzeug befanden sich ebenfalls drei weitere Beamte – ein Ausbilder sowie zwei Auszubildende – als Insassen.
Kurz nach dem Ortsausgang von Oberroth geriet der 59-Jährige mit seinem Pkw auf die Gegenfahrbahn. Die entgegenkommende Beamtin versuchte noch zu bremsen, konnte einen Frontalzusammenstoß allerdings nicht mehr verhindern. Die Fahrerin des Busses konnte ebenfalls nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf das Heck des verunfallten zivilen Einsatzfahrzeuges auf.
Infolge des Zusammenstoßes erlitten der Erdweger und sein 58-jähriger Beifahrer jeweils leichte Verletzungen. In den Polizeifahrzeugen wurden insgesamt fünf Beamte im Alter zwischen 22 und 49 Jahren verletzt, einer davon schwer.
Der Sachschaden beläuft sich auf rund 80 000 Euro
Alle drei beteiligten Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt, waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden dürfte sich auf rund 80 000 Euro belaufen. Im Zuge der Verkehrsunfallaufnahme sowie der Fahrzeugbergungen und anschließender Reinigungsarbeiten durch die Straßenmeisterei musste die Strecke bis etwa 16.30 Uhr für den Verkehr gesperrt werden.
Ersten Erkenntnissen zufolge könnte ein Sekundenschlaf des Erdwegers die Unfallursache gewesen sein. Die Ermittlungen der Dachauer Polizei hierzu dauern an. Gegen den 59-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässige Körperverletzung eingeleitet.

