Schwabhausen:Hennen, Hüpfburg, Haselnüsse

Schwabhausen: "Wir versuchen, unsere Tiere so artgerecht wie möglich zu halten", sagen Peter und Waltraud Hartl.

"Wir versuchen, unsere Tiere so artgerecht wie möglich zu halten", sagen Peter und Waltraud Hartl.

(Foto: oh)

Die Hartls zeigen den Besuchern am Tag der offenen Tür am Donnerstag ihren ganzen Stolz: einen neuen mobilen Legehennenstall.

Die Bio-Bauern Peter und Waltraud Hartl veranstalten einen Tag der offenen Tür auf ihrem Hof in Schwabhausen. Am Donnerstag, 26. Mai, von elf bis 18 Uhr, wollen sie den Besuchern zeigen, dass sie ihre Hühner artgerecht halten. Zudem weihen die beiden an diesem Tag den neuen mobilen Legehennenstall ein, der Platz für 1000 Hennen bietet.

Der neue mobile Legehennenstall ist eine 160 Quadratmeter große Leichtbaukonstruktion. Er soll den Hennen eine komfortable und wärmeisolierte Unterkunft bieten. Außerdem haben die Hennen Auslauf auf der sieben Hektar großen Haselnussplantage des Hofes. Der Stall ist so gebaut, dass er verschoben werden kann und die Hühner immer wieder frische Parzellen zur Verfügung haben. Außerdem sind bei diesem Modell zahlreiche Arbeiten automatisiert: So werden die Hühner automatisch gefüttert, die Eier werden gesammelt und der Kot entsorgt.

Hühner als Schädlingsvernichter

"Wir versuchen, unsere Tiere so artgerecht wie möglich zu halten, das heißt in kleinen Herden und mit viel Platz im Stall und Auslauf", beschreibt Peter Hartl sein Betriebskonzept. Der Auslauf ist auf der Haselnussplantage des Hofes gewährleistet. Hier finden die Tiere unter den Nusssträuchern Deckung vor Fressfeinden.

Von dieser Haltung profitieren sowohl die Hühner als auch die Bauern: Die Tiere helfen dem Ehepaar Hartl, Schadinsekten wie den Haselnussbohrer und dessen Larven in Schach zu halten. Weil die Hühner sich frei bewegen können, besorgen sie mit ihren nährstoffreichen Hinterlassenschaften auch eine gleichmäßige Düngung des Bodens. Außerdem gewährleistet das Scharren, dass der Boden kaum noch gemulcht werden muss. Diese Form der biologischen Kreislaufwirtschaft soll eine Menge Zeit, Geld und Arbeitskraft sparen.

Der zweite mobile Stall folgt bald

Mit der mobilen Legehennenhaltung haben die Hartls bislang sehr gute Erfahrungen gemacht: Anfang des Jahreshaben sie den ersten Mobilstall für 1000 Hennen in Betrieb genommen. Nun wird an Fronleichnam der zweite eingeweiht. Die Bio-Eier verkaufen sie sowohl im eigenen Hofladen als auch über die Bio-Hennen AG Vohburg. Der Bauernhof Hartl ist seit drei Jahren Mitglied beim Anbauverband Bioland, der darauf achtet, dass seine Betriebe mit einer Kreislaufwirtschaft und ohne künstliche Pestizide arbeiten.

Beim Tag der offenen Tür an Fronleichnam können die Besucher zudem an einer Führung teilnehmen. Dabei wird auch gezeigt, wie der Hof die Haselnüsse seiner Plantage verarbeitet. Interessierte dürfen außerdem einen Blick auf die Grobhackschnitzelheizung werfen. Diese trocknet die Haselnüsse und versorgt außer dem Anwesen der Hartls zahlreiche Häuser im Ort mit Wärme. Für Kinder steht eine Hüpfburg bereit.

© SZ vom 24.05.2016 / Moko/gsl
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