Die Bauarbeiten an dem neuen Mobilfunkmasten im Schwabhausener Gemeindeteil Oberroth haben begonnen. An der Straße zwischen Oberroth und Großberghofen wird ein etwa 42 Meter hoher Stahlgittermast aufgestellt. Das gibt die Telekom bekannt, die auch Nutzer der Anlage sein wird.
„Wir bieten unseren Standort aber auch allen anderen Mobilfunkanbietern an, sodass keine zusätzlichen Masten errichtet werden müssen“, wird Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der Deutschen Funkturm zitiert, die den Masten im Auftrag der Telekom baut.
Laut Telekom profitieren vor allem Schwabhausen und Umgebung von der neuen Mobilfunkstation, die noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll. Im Regelfall geschehe das sechs bis zwölf Monate nach dem Bau.
Damit findet ein weit über zehn Jahre währender Streit um den Standort eines Mobilfunkmasten bei Oberroth sein Ende. Ursprünglich wollte ihn die Telekom am Ortsteingang nahe dem Friedhof aufstellen, auch der Gemeinderat Schwabhausen hatte bereits zugestimmt. Doch in Oberroth erhob sich daraufhin ein Sturm der Entrüstung, der 2019 sogar in der Gründung einer eigenen kommunalpolitischen Liste, der Liste Oberroth gipfelte. Bei den Wahlen 2020 erhielt sie dann drei Sitze im Schwabhausener Gemeinderat.
Der in den vergangenen beiden Jahren gefundene Standort-Kompromiss liege jetzt nahe dem Standort, den die Oberrother von Anfang an favorisiert hätten, betont Gerhard Geserer, Vorsitzender der Liste Oberroth, im Gespräch mit der SZ. „Wir waren nie gegen einen Mobilfunkmast generell, es ging immer nur um den Standort“, betont er.
