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Schwabhausen:Linden erneut beschädigt

Sachbeschädigung an den Linden in Schwabhausen

Vermutlich mit einer Hacke sind die Linden in Schwabhausen malträtiert worden.

(Foto: Gemeinde Schwabhhausen, oh)

Baumfrevler treibt in Schwabhausen sein Unwesen

Bereits zum zweiten Mal sind drei Linden im Ortszentrum von Schwabhausen mutwillig beschädigt worden. Im vergangenen Jahr hatte der Täter die Bäume angebohrt und mit einer Flüssigkeit befüllt. Diese Flüssigkeit wurde sogar in einem Labor untersucht. Zum Glück überlebten die Bäume diesen "Anschlag". Nun wurden dieselben Linden wieder beschädigt. Diesmal versuchte es der Täter vermutlich mit einer Hacke oder einem Schepseisen (Schäleisen) und hackte die Bäume einige Zentimeter an.

Schwabhausens Baumpflege-Fachmann Christian Widmann hat sich den Schaden angesehen. "Glücklicherweise hat der Täter auch diesmal sein Ziel verfehlt", sagt der zertifizierter Baumkontrolleur und Forstingenieur. "Die Bäume werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit wieder erholen. So wie es im Moment aussieht, ist es nur ein Rindenschaden, aber wir müssen die nächsten zwei Jahre abwarten, bis wir konkret das Ausmaß des Schadens sagen können." Der Experte, der sämtliche gemeindeeigene Bäume katalogisiert und unter ständiger Betreuung hat, wird sich nun noch genauer um die Linden im Ortszentrum kümmern.

Schwabhausens Bürgermeister Wolfgang Hörl ist verärgert: "Das Ganze macht mich unheimlich wütend. Ich kann nicht verstehen, wer so etwas tut und solche Schritte einleitet. Ich bin froh, dass die Natur so stark ist, dass sie sich nicht so einfach mutwillig zerstören lässt. Ich hoffe, dass es für diese Tat Zeugen gibt und der oder die Verantwortliche gefunden wird und mit diesem Unfug aufhört." Die Straftat wurde erneut unverzüglich bei der Polizei Dachau zur Anzeige gebracht. Die Gemeinde Schwabhausen bittet um die Mithilfe aus der Bevölkerung. "Wenn Sie etwas gesehen haben oder wissen, wer diese Tat begangen haben könnte, melden Sie sich bitte in der Gemeindeverwaltung oder direkt bei der Polizeiinspektion Dachau", appelliert Wolfgang Hörl.

© SZ vom 10.06.2020 / SZ

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