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Routenvorschlag:Einigkeit über den Radschnellweg

Die Stadt Dachau und die Gemeinde Karlsfeld sind sich einig darüber, wie der geplante Radschnellweg von Dachau nach München verlaufen soll. Die Stadträte haben in der Sitzung des Ferienausschusses mehrheitlich für den Routenvorschlag gestimmt, den auch die Karlsfelder Gemeinderäte favorisieren. Diese Streckenvariante verläuft in Dachau über die Augustenfelder Straße beginnend ab der Bahnhofstraße. Anders als in einer Variante, für die sich die Stadträte im Oktober ausgesprochen hatten, führt die Strecke nun nicht mehr über die komplette Augustenfelder Straße. Jetzt ist geplant, dass die Radfahrer in die Schwaigstraße einbiegen und die Münchner Straße auf Höhe der Wallbergstraße/Wettersteinring queren. Der Radschnellweg läuft dann über den Rothschwaigeweg westlich der B 304 in Richtung Karlsfeld bis zur Nibelungenstraße. "Das ist für die Stadt Dachau eine gleichwertige Variante", sagte Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD). Entscheidend ist, dass die Stadt auch bei der neuen Routenführung keine teuren Grundstücke kaufen müsse. Nun liegt der Ball wieder beim Landratsamt, das die Planungen vorantreiben soll. Es wird noch ein langer Weg sein bis zur Realisierung des Radschnellweges im Landkreis.

Radschnellwege sollen vier Meter breit und zweispurig sein. Die Radler können hier mit durchschnittlich mindestens 20 Stundenkilometern unterwegs sein. Experten schätzen die Kosten für einen Kilometer auf bis zu zwei Millionen Euro. In Bayern ist nach wie vor unklar, wer für Bau und Unterhalt der Radschnellwege bezahlen soll: Kommunen, Land oder Bund? Es fehlen klare Zuständigkeiten. Im Ferienausschuss stimmte nur Markus Kellerer (AfD) gegen die Route. Er lehnte den Radschnellweg grundsätzlich ab und meinte mit Blick auf die angespannte Haushaltslage, man könne bestehende Radwege genauso gut verwenden.

© SZ vom 19.03.2021 / thra
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