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Weißwurstkönigin:Jennifer Deichls Traum geht nicht in Erfüllung

Bestens vorbereitet schafft es die Röhrmooserin unter die sechs Finalistinnen. Doch die Krone der bayerische Weißwurstkönigin geht an eine andere.

Mit großen Hoffnungen ist die 23-jährige Jennifer Deichl aus Röhrmoos am vergangenen Wochenende in Bodenmais zur Wahl der bayerischen Weißwurstkönigin angetreten. Sie wollte den Thron als dritte Herrscherin besteigen und die bisherige Königin Stefanie Forster ablösen. Diese hatte ein Jahr als Steffi I. über die bayerische Weißwurst geherrscht. Es wurde Zeit für eine neue Königin. Die Chancen für die junge Thronanwärterin aus Röhrmoos standen nicht schlecht. Am Ende wurde dann aber doch eine ihrer Konkurrentinnen zur Königin gekrönt: Christin Herrmann aus Oberfranken konnte die Jury letztlich am meisten überzeugen.

Jennifer Deichl war gut vorbereitet, sie hatte sogar an einem echten Weißwurstseminar teilgenommen und hatte dadurch viel Fachwissen über Weißwürste parat. Dennoch wuchs die Nervosität. Sie wollte unbedingt Königin werden und Bayern, seine Tradition und das Fleischerhandwerk repräsentieren, sagte Deichl vor der Wahl.

Unter die letzten sechs von 35 Anwärterinnen hatte es die Röhrmooserin schon geschafft. Dann galt es, die Jury zu überzeugen. Vier Aufgaben mussten die Finalistinnen bewältigen. Zunächst mussten sie sich vorstellen und erklären, warum sie überhaupt Königin werden wollten. Darauf folgte ein Quiz über die Weißwurst. Soweit alles normal, ähnlich wie die Aufgaben der Vorjahre, erzählt Deichl. Als dritte Aufgabe bekamen sie dann drei Begriffe, mit denen sie ein Gstanzl schreiben und anschließend vortragen mussten. "Das war mal was anderes", sagt Deichl. "Das hat mir auch am meisten gelegen." Die letzte Aufgabe musste wegen starken Regens ausfallen.

Am Ende erreichte Deichl den vierten Platz. Enttäuscht zeigt sie sich aber nicht: "Gewinnen kann nur eine, das ist klar. Dabei zu sein, das Erlebnis am Samstag und Sonntag in Bodenmais, das war es schon wert." Ob sie sich im nächsten Jahr noch einmal bewerben wird, muss sie sich noch überlegen.

© SZ vom 22.09.2015 / mkro/gsl

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