Schlagzeuger Kilian Kellner "Ein Erlebnis, das man nie vergisst"

Schlagzeuger Kilian Kellner (li.) im Interview.

Die Dachauer Indie-Rockband "Owing to the Rain" belegt beim weltweiten Newcomer-Band-Contest Emergenza Platz acht.

Interview von Sarah Stemmler

Owing to the Rain, die junge Indie-Rock-Band aus dem Dachauer Umland, ist am Samstag beim Weltfinale des Emergenza-Band-Contest angetreten. Das Publikum auf dem Taubertal-Festival in Rothenburg wählte eine Band aus Schweden zum Sieger. Unter 21 internationalen Bands belegten Owing to the Rain den achten Platz. Schlagzeuger Kilian Kellner, 21, ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

SZ: Was für ein Erlebnis war das Finale?

Kilian Kellner: Ich würde sagen, es war für uns alle etwas sehr besonderes, weil wir noch nie in so einem Rahmen vor so vielen Leuten gespielt haben. Das war etwas ganz anderes als in den Vorrunden, wo man eher in Clubs oder kleinen Hallen aufgetreten ist. Trotzdem war das Festival viel entspannter, als ich es mir vorgestellt hatte. Die Stimmung war sehr familiär, die Leute waren einfach da, weil sie Musik hören wollten und haben auch mitgetanzt und mitgesungen. Es war ein Erlebnis, das man nie vergisst.

Wie ist euer Auftritt gelaufen?

Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat alles so geklappt, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben einige Leute mitreißen können und das ist ja das Ziel gewesen. Wir hätten eh nie gedacht, dass wir so weit kommen. Dafür, dass wir erst ein Jahr zusammenspielen, ist Top 10 beim Weltfinale echt super. Besser hätte es nicht laufen können.

Welche Bilanz zieht ihr aus eurer Teilnahme beim Emergenza-Band-Contest?

Wir sind auf jeden Fall als Band dadurch gewachsen. Auch, weil wir viele Leute aus der Musikbranche getroffen haben, die uns Tipps geben konnten. Als Band hat uns der Wettbewerb zusammengeschweißt, weil man so viel Zeit miteinander verbringt. Man ist rund um die Uhr zusammen und erlebt viel gemeinsam. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und sage, es war ein Ausblick auf das, was man gern erreichen würde. Auf jeden Fall war es die richtige Entscheidung, mitzumachen.

Was habt ihr als nächstes vor?

Wir wollen es erst einmal ruhiger angehen lassen. Wir werden uns mit der Aufnahme unseres Albums und mit neuer Musik beschäftigen und natürlich proben, so oft es geht. Nächsten Sommer wollen wir dann auf möglichst vielen Festivals spielen.