Reden wir über Apotheker helfen Flüchtlingen

Aus Dachau kommt Unterstützung für die Menschen: Maximilian Lernbecher, 41, der die Obere Apotheke in der Altstadt leitet, fördert ein Hilfsprojekt, das medizinische Sachgüter nach Uganda liefert.

(Foto: privat)

Maximilian Lernbecher über seine Arbeit für ein Hilfsprojekt

Von fam marie schaper

Aus dem Staat Südsudan fliehen die Menschen vor Krieg und Hungersnöten. Vor allem nach Uganda gehen sie, wo sich die Lager immer mehr füllen. Die staatliche Unterstützung reicht nicht, um die Menschen versorgen zu können - die medizinische Lage ist ebenso prekär. Aus Dachau kommt Unterstützung für die Menschen: Maximilian Lernbecher (), 41, der die Obere Apotheke in der Altstadt leitet, fördert ein Hilfsprojekt, das medizinische Sachgüter nach Uganda liefert. Er engagiert sich als Vorstandsmitglied der Organisation Apotheker Helfen e.V. für solche Projekte und ruft die Bürger zu Spenden auf.

Herr Lernbecher, wie arbeitet Apotheker Helfen e.V. und was ist das Ziel des Engagements?

Apotheker Helfen e.V. ist eine nicht-staatliche Organisation, die in Kooperation mit staatlichen Institutionen oder anderen Organisationen wie zum Beispiel Humedica, medizinische Sachgüter in Krisengebiete liefert. Das Geld, das wir brauchen, um die Projekte umzusetzen, erhalten wir vor allem durch Spenden. Das Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung von hilfsbedürftigen Menschen zu verbessern.

Was war für Sie der Auslöser, sich dafür zu engagieren?

Ich arbeite als Apotheker und komme so oft in Kontakt mit Menschen, die mich inspirieren. Auch viele Freunde von mir arbeiten im medizinischen Bereich und haben sich für verschiedene Projekte eingesetzt. So kam es, dass wir im Freundeskreis immer wieder Spenden gesammelt haben. Es begann mit dem Schulgeld für Kinder in Gambia und irgendwann kam ich dann darauf, einer Organisation beizutreten. Das war dann Apotheker Helfen e.V.

Konnten Sie durch ihre Mitgliedschaft bei der Organisation auch Projekte unterstützen, die Sie persönlich interessieren?

Ja, auf jeden Fall. Freunde von mir sind Rettungssanitäter und im Urlaub immer nach Tansania geflogen, um dort in einem Krankenhaus zu helfen. Dieses konnten wir dann mit medizinischen Sachgüterspenden unterstützen. Das war ein Projekt, was mir am Herzen lag, und es war schön zu sehen, dass man es durch Apotheker Helfen e.V. noch mehr unterstützen kann als man es privat vermag.

Waren Sie denn selbst auch schon einmal in einem Krisengebiet tätig?

Nein, ich fliege nicht gerne. Und Apotheker Helfen e.V. schickt auch keine Personen, um vor Ort die Menschen zu unterstützen. Unsere Arbeit konzentriert sich auf die Mittel zur medizinischen Versorgung.

Helfen Sie auch in Deutschland?

Ja, aber nur im privaten Rahmen. Die Deutschen sind ja in Sachen medizinische Versorgung sehr gut aufgestellt und auch die Flüchtlinge werden in den deutschen Lagern gut versorgt. Aber Spenden sammeln wir schon im Freundeskreis, um die Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Ich finde, jeder kann einen kleinen Teil beitragen.