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Realschule Vinzenz von Paul Markt Indersdorf:Die Weltveränderer

Das Schulorchester begleitet die stimmungsvolle Abschlussfeier der Indersdorfer Realschule Vinzenz von Paul.

(Foto: Toni Heigl)

Schulleiter Klaus Fortner und Landrat Stefan Löwl entlassen die 130 Absolventen der Indersdorfer Realschule Vinzenz von Paul. Beide ermuntern die Schüler dazu, die Politik zu bewegen, die Zukunft zu gestalten und ihre Träume zu leben

130 Schülerinnen und Schüler haben heuer an der Indersdorfer Realschule Vinzenz von Paul die Mittlere Reife gemacht. Einige von ihnen erzielten dabei hervorragende Leistungen. Wichtiger als die Noten sei aber die Tatsache, dass diese Generation die Welt verändern werde, sagte Schulleiter Klaus Fortner am Freitag bei der Abschlussfeier. "Wir haben heute einen Friday for Future", sagte er unter Anspielung der weltweiten Protestaktionen Jugendlicher für den Klimaschutz. Auch Landrat Stefan Löwl griff in seiner Rede die "Fridays for Future"-Bewegung auf. Wenn er sehe, wie junge Leute die Politik bewegen, sei er zuversichtlich, dass die Absolventen die Zukunft gestalten können.

"Ihr habt was geschafft, auf das ihr stolz sein könnt", rief Konrektorin Margot Hage bei der Begrüßung der Gäste den Absolventen zu. Genauso stolz und erleichtert dürften auch die Eltern sein. Petra Freundorfer löste in ihrer Rede ein Versprechen ein. Die Vorsitzende des Elternbeirats arbeitet in einem Restaurant mit einer Schülerin zusammen. Die Schülerin wollte wissen, ob Freundorfer sie in ihrer Rede namentlich erwähnt. Ob es irgendetwas Besonderes geleistet habe, fragte die Elternbeiratsvorsitzende das Mädchen. "Ich war sechs Jahre an der Schule", so die Antwort des Mädchens. Das war für Freundorfer überzeugend. Sie nannte in ihrer Rede den Namen der Schülerin. Denn alle Schüler würden den Schulalltag prägen.

In den sechs Jahren habe sie jeden einzelnen Schüler kennengelernt, sagte Schülersprecherin Lisa Peter aus der Klasse 10c. Unter den Absolventen gebe es viele hervorragende Charaktere. Die Lehrer hätten es trotzdem nicht immer leicht gehabt. "Wir sind wohl schuld an dem einen oder anderen grauen Haar." Die Schülersprecherin dankte den Vertrauenslehrern, dem Hausmeister und den Schulseelsorgern. Sie hätten immer ein offenes Ohr für die Probleme der Schüler gehabt. Die wichtigsten Personen in der Schulzeit seien aber die Eltern gewesen. Sie hätten viele Funktionen erfüllt, "vom Seelsorger bis zum Sklaventreiber". Natürlich habe es auch mal Streit mit Lehrern gegeben, aber das sei alles halb so wild gewesen.

Die Schulabsolventen müssten nicht ängstlich sein, betonte Landrat Löwl in seinem Grußwort. Denn sie hätten mehr erworben als ein Zeugnis, nämlich Verantwortungsbewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl. "Leben Sie Ihre Träume und verändern Sie die Welt", rief der Landrat den Absolventen zu. Schulleiter Fortner zitierte Vinzenz von Paul, den Namenspatron der Erzbischöflichen Schule: "Wir sind immer auf einem Weg, es gibt nie ein Ende." Die Schüler müssten jetzt ihr Leben meistern und ihre Ziele verwirklichen.

Die Schulbesten wurden wieder gesondert geehrt. Dazu gehören Pia Winklmüller mit dem Notendurchschnitt 1,64, Katrin Franziska Neumüller (1,64), Sandra Franziska Wianski (1,45), Niklas Leon Allo (1,45) und Cäcilia Müller (1,27). Das beste Ergebnis erzielte Andrea Drexl mit einem Notendurchschnitt von 1,18. Sie erhält heuer das Sprachstipendium der Sparkasse im Wert von 1200 Euro. Sie kann sich aussuchen, ob sie etwa nach Madrid oder Malta fährt. Mit dem Vinzenz-von-Paul-Preis für soziales Engagement wurden Cäcilia Müller, Jakob Langenkämper und Lisa Peter geehrt. Durch ihren Einsatz hätten sie das Schulprofil und die Gemeinschaft gestärkt, sagte Annemarie Pfaehler, die Vorsitzende des Fördervereins.