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Rassismus:"Irgendwo passiert es immer"

"Rassismus tut weh", sagt Bakary Diakite, der 2016 als Flüchtling nach Deutschland kam und inzwischen in Dachau bei München lebt.

(Foto: Toni Heigl)

Bakary Diakite lebt und arbeitet gerne in Deutschland - wären da nicht die rassistischen Anfeindungen im Alltag. Über verbale Provokationen, körperliche Gewalt und wie er reagiert hat, als er in der U-Bahn mit Desinfektionsspray besprüht wurde.

Von Thomas Balbierer, Dachau

Das Virus ist überall: in der S-Bahn, in der Innenstadt, auf dem Fußballplatz, im Besprechungszimmer. Bakary Diakite begegnet jede Woche Menschen, die mit dem Virus infiziert sind - nicht mit dem neuartigen Coronavirus, nein, sondern mit einer viel älteren Seuche: Sie nennt sich Rassismus. Symptome dieser Krankheit, die Diakite fast alltäglich erlebt, sind schiefe Blicke, böse Worte und körperliche Gewalt. "Rassismus tut weh", sagt er. Bald muss er sich einer Schulteroperation unterziehen, nachdem er im Februar von zwei Männern am Dachauer Bahnhof rassistisch angegriffen und verletzt worden war.

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