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Radfahren in Karlsfeld:Holprige Pisten in Karlsfeld

Einer der Hauptradwege in der Gemeinde gehört dringend saniert

Das Glücksgefühl mag groß sein, wenn man morgens oder abends am Stau auf der Münchner Straße in Karlsfeld vorbei radelt, doch wer zu schnell fährt, kann sich schnell gebeutelt fühlen. Auf dem Abschnitt zwischen Hoch- und Gartenstraße haben Wurzeln die Teerdecke an einigen Stellen ordentlich angehoben, auf dem südlichen Teil zwischen Krenmoosstraße und den Möbelmärkten sind zahllose Flicken und Fräskanten. Wer nicht aufpasst, kann leicht ins Schlingern geraten. Und wer keine gute Federung hat, macht lieber einen großen Bogen um die Hauptverbindung im Ort, auf der auch viele Pendler aus Dachau und München unterwegs sind. Fahrradreferent Franz Trinkl (SPD) wollte dieser holprigen Route nun zu einer neuen Teerdecke verhelfen. Er fertigte eine Fotodokumentation an. Doch das Staatliche Straßenbauamt in Freising konnte das nicht überzeugen. In den kommenden vier Jahren könne dieser Radweg nicht berücksichtigt werden, hieß es. Andere Bundesstraßen seien in wesentlich schlechterem Zustand und hätten deshalb Priorität.

"Das können wir nur konzeptionell angehen", meinte Verkehrsreferent Bernd Wanka (CSU), der die ablehnende Haltung des Straßenbauamts bereits kennt. Die Münchner Straße habe inzwischen an einigen Stellen tiefe Spurrillen. "In maximal fünf Jahren muss da was gemacht werden", sagt Wanka. Man habe ja bereits die Zusage, dass dann Flüsterasphalt auf die Fahrbahn aufgebracht werde. Wenn man die Sanierung der B 304 angehe, müsse man schauen, dass man auch den Radweg mit erneure, "sonst ist der Hebel zu klein". Mechthild Hofner (Bündnis) schimpfte, dass die Zurückweisung eine "Sauerei" sei. Die Verkehrssicherheit der Radler sei immerhin gefährdet. Ganz so drastisch sah es Verkehrsfachmann Günther Rustler nicht. "Wir bleiben am Thema dran", versprach Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU).

Zum Schutz der Radler soll demnächst auch ein Tempo 30-Schild verschoben werden. Am Ortseingang Bayernwerkstraße müssten die Radler die Fahrbahn kreuzen, doch erst hinter dieser Stelle wird die Geschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert. Für Radler sei das gefährlich, auch wenn dort noch nichts passiert sei, so Trinkl.

© SZ vom 02.02.2021 / cb
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