bedeckt München 26°

Polizeikontrollen:50 Strafzettel in kurzer Zeit

Dachauer Polizei kontrolliert am Schloss und auf den Straßen

Zahlreiche Verkehrssünder hat die Polizei in den vergangenen Tagen ausfindig gemacht und zur Kasse gebeten. Die einen wegen deutlich zu hoher Geschwindigkeit, die anderen wegen Falschparkens. Die beiden Hotspots sind laut Polizei das Dachauer Schloss und die Münchner Straße in Karlsfeld. In der Dachauer Altstadt hat es immer wieder Beschwerden von Anwohnern gegeben, dass es am Schloss vor allem nachts viel zu laut sei. Um die nächtlichen Ruhestörungen in der Schlossstraße zu reduzieren, entschied sich die Stadt Dachau im Dezember 2019 die Zufahrt zum Schloss mit einer automatischen Polleranlage auszustatten und so die Zufahrt zu regeln. Doch das hilft offenbar nur bedingt. Es kommen trotzdem viele Besucher zum Schlossberg und wenn sie keinen Parkplatz finden, parken sie einfach die Feuerwehrzufahrten vor der Polleranlage zu. Der Lärm geht den Anwohnern weiterhin gewaltig auf die Nerven, deshalb gibt es trotz Polleranlage immer noch viele Beschwerden.

Die Polizei hat diese jetzt zum Anlass genommen, am Schloss zu kontrollieren. Das Ergebnis: Bei den Besuchern handelt sich hauptsächlich um Ausflügler aus München und dem Umland. Die meisten sind junge Leute mit hochmotorisierten Fahrzeugen. Die Polizisten prüften die Zulässigkeit der Wagen und stellten 30 Verwarnungen aus, vor allem aber wegen zugestellter Feuerwehrzufahrten. Für die Empfänger bedeutet dies, dass sie nun ein Bußgeld von mindestens 35 Euro zahlen müssen.

Auch wegen nächtlicher Raserei oder gar illegaler Rennen gab es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden von Anwohnern - vor allem in Karlsfeld. Am Samstag hat die Polizei nun mit Unterstützung der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck Geschwindigkeitskontrollen gemacht. Es gab zahlreiche Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren. Der schlimmste Raser wurde zwischen Dachau und Karlsfeld erwischt. Sein Tacho zeigte 148 Stundenkilometer an, erlaubt waren lediglich 100 Stundenkilometer. Dem Fahrer drohen nun ein Bußgeld und ein Fahrverbot. Insgesamt gab es 20 Verwarnungen. Mehrere Fahrzeugführer müssen nun mit einem Fahrverbot rechnen. Wegen dieser vielen Verstöße und Verwarnungen will die Polizei künftig öfter Geschwindigkeitskontrollen machen.

© SZ vom 08.07.2020 / SZ

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite