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Pflastersteine im Ortszentrum:Altomünster beseitigt Stolperfallen

Schön, aber unpraktisch. So empfinden manche Bürgerinnen und Bürger die Pflastersteine im Ortszentrum. An manchen Stellen werden sie zu regelrechten Stolperfallen. "Die Fugen zwischen den Pflastersteinen rund um den Marktbrunnen sind im Laufe der Jahre immer breiter geworden", beschrieb Bürgermeister Anton Kerle (CSU) die Problematik auf der jüngsten Gemeinderatssitzung, "für Highheel-Trägerinnen ist das nichts". Bis zu vier Zentimeter breit sind die Lücken zwischen den Steinen, dazwischen sprießt das Gras.

Der Gemeinderat hat daher beschlossen, die Lücken mit "druckfesten, wasserdurchlässigen und schnell abbindenden Spezialfugenmörtel" zu verfüllen, wie Amtsleiter Christian Richter erklärte. Dazu werde kein Epoxidharz-Produkt verwendet, setzte er auf Nachfrage der Hohenzeller Gemeinderätin Martina Englmann (CSU) hinzu. Eine Chemikalie, die mit dem EU-Gefahrstoffkennzeichen "Umweltgefährlich" ausgewiesen werden muss. Auch die Bepflasterung auf dem Rest des Platzes muss angefasst werden, Richter will "mineralisches Material mit Splitquetsch und einer leichten Zugabe von Trasszement" einfüllen. Etwa 55 000 Euro würden beide Maßnahmen kosten, 3000 Quadratmeter sind betroffen. Richter will daher erst Teilflächen von zirka einhundert Quadratmetern mit den Füllmaterialien behandeln, "um ihre Wirksamkeit zu testen".

Ohne Test wird indes eine weitere Maßnahme in diesem Jahr über die Bühne: Die etwa dreißig Zentimeter hohen "Knirpspoller" (Richter) an der Ostseite des Brunnenareals haben sich als Gefahrenquelle erwiesen. "Wenn dort sich dort viele Menschen versammeln, zum Beispiel beim Christkindlmarkt, werden die kleinen Poller schon mal übersehen", hat Kerle beobachtet. Sie werden daher gegen achtzig Zentimeter Varianten ausgetauscht. Kostenpunkt: 9500 Euro.

© SZ vom 28.04.2017 / kram

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