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Petershausen:Strom vom Hausdach

Die Volksbank und die Genossenschaft haben ein erstes regionales Projekt abgeschlossen

Strom vom eigenen Dach können die Petershausener nutzen, die demnächst in die Neubauten der Volksbank-Raiffeisenbank in der Bahnhofsstraße einziehen. Installieren und betreiben wird die Photovoltaik-Anlagen die örtliche BürgerEnergie HaPeVi-Genossenschaft, in der sich 109 engagierte Bewohner von Haimhausen, Petershausen und Vierkirchen zusammengeschlossen haben. Um die Neubau-Dächer in Petershausen für Fotovoltaik nutzen zu können, wurde mit der Immobilien-Tochter der Volksbank-Raiffeisenbank als Bauherrn ein sogenannter Gestattungsvertrag abgeschlossen.

Für die 2014 gegründete Energiegenossenschaft, die bislang Anteile an einer großen Freiflächen-Fotovoltaikanlage bei Buxheim im Landkreis Eichstätt hält, ist die Dachanlage "das erste wirklich regionale Projekt", wie Vorstand Ernst Nold betont. Die notwendige Investitionssumme von 90 000 Euro für das neue Vorhaben wird die Genossenschaft über Mitgliedsanteile und Darlehen aufbringen. Die Solaranlage wird auf einer Dachfläche von 290 Quadratmetern jährlich etwa 45 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Diese Energie sollen bevorzugt die Hausbewohner verbrauchen, überschüssiger Strom wird ins Netz gespeist. "Das ist eine nachhaltige Investition", sagte Bankvorstand Karl-Heinz Hempel bei der Vertragsunterzeichnung. "Bewohner wie Umwelt profitieren gleichermaßen", betonte Nold. Denn tatsächlich kann die Bürgergenossenschaft "den Strom günstiger anbieten, als die großen Stromkonzerne".

Mit dem Dachanlagen-Projekt kommt die Genossenschaft ihrem Ziel einen Schritt näher, die Stromversorgung in den drei Ortschaften aus regenerativen Quellen sicherzustellen.