Im Petershausener Rathaus hat es einen Personalwechsel gegeben: Nach dem Tod des Zweiten Bürgermeisters Wolfgang Stadler (SPD) im Juli wurden vor Kurzem eine neue zweite Bürgermeisterin und ein neuer dritter Bürgermeister gewählt.
Hildegard Weßner (CSU) folgt dem Sozialdemokraten Stadler in das Amt des Zweiten Bürgermeisters nach. Das Votum für sie fiel im Gemeinderat einstimmig. Die 56-Jährige hat zuvor bereits Erfahrung als Dritte Bürgermeisterin gesammelt. Ihrer neuen Rolle blickt sie mit Zuversicht entgegen. „Ich habe einfach Freude am Amt und am Ehrenamt“, sagt Weßner.
Ihr frei gewordenes Amt übernimmt nun Johannes Stadler von der CSU. Er war bei der Wahl gegen Susanne Strauß (Grüne) angetreten. Nachdem es im ersten Wahlgang Stimmengleichstand gegeben hatte, wurde gelost: Stadler gewann.
„Wir werden das Beste daraus machen.“
Dass der CSU-Gemeinderat auch Dritter Bürgermeister wird, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Laut Bürgermeister Marcel Fath (FW) hatte es zuvor anderslautende Absprachen in den Fraktionen gegeben. Johannes Stadler, der auch stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender in Petershausen ist, war als Zweitjüngster in den Gemeinderat eingezogen, nachdem der ehemalige Bürgermeister Günter Fuchs (CSU) aus beruflichen Gründen seine politische Karriere in Petershausen beendet hatte.
Marcel Fath blickt kritisch auf die neue Personalkonstellation. Jetzt, da die SPD-Fraktion im Bürgermeisterteam nicht mehr vertreten sei, sei es schwieriger, vor Sitzungen wichtige Informationen auszutauschen und notwendige Diskussionen zu führen. Trotzdem meint der Bürgermeister: „Wir werden das Beste daraus machen und neue Wege finden.“

