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Partnerschaft mit dem Roten Kreuz in der Ukraine:Großherzige Geldgeber

Dachau BRK

Hans Ramsteiner (Vierter von rechts) mit Natalie Bukhta (Mitte vorne) und allen Sponsoren des Krankenschwestern-Projekts.

(Foto: OH)

Der BRK-Kreisverband dankt seinen Sponsoren, die das Projekt "Krankenschwestern für Iwano Frankiwsk" finanzieren

Der Dachauer Kreisverband des BRK pflegt seit fast 30 Jahren eine Partnerschaft mit dem Roten Kreuz in der Ukraine. Das Projekt "Krankenschwestern für Iwano Frankiwsk" ist der beste Beweis für humanitäres Bewusstsein, heißt es in einer Pressemitteilung. 2018 konnte Projektleiter Hans Ramsteiner Sponsoren für neun Rotkreuzschwestern gewinnen, heuer schaffte er sogar die Finanzierung von zwölf Schwestern, die arme und alte Menschen in der Ukraine versorgen. "Wir erreichen mit überschaubarem finanziellem Aufwand Unglaubliches", sagte Ramsteiner, der stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende. "Denn mit 2000 Euro können wir die gesamten Lohnkosten einer Krankenschwester für ein ganzes Jahr bezahlen."

Während des Neujahrsempfangs würdigte das BRK die Sponsoren: die Hans-Rapp-Stiftung vertreten durch Kai Henkies, Karl-Heinz Hempel von der Volksbank Raiffeisenbank Dachau, Thomas Schmid von der Sparkasse Dachau, Klaus Riedel vom Rotary-Club Dachau, Ann-Christine Hamisch aus München und den Düsseldorfer Verein "Ergo: wir helfen". Weitere Sponsoren sind Ehrenamtliche, die sich seit Jahrzehnten für das BRK Dachau engagieren: Anton Kiemer von der gleichnamigen Fahrschule in Odelzhausen, der auch als LKW-Fahrer für die Hilfsgütertransporte in die Ukraine zur Verfügung steht, Jürgen Fritsch von der Firma Fernmeldebau Fritsch, der sich in der Wasserwacht engagiert, mit seinen Söhnen Andreas und Tobias, Angela Eben-Reischl von der Auslandshilfe sowie Andreas Köttig und Korbinian Baier vom Jugendrotkreuz. Das BRK Dachau übernahm ebenfalls das Jahresgehalt einer Krankenschwester. Wie bereits 2017 verzichteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch an Weihnachten auf ihr Präsent. Drei weitere Spender möchten anonym bleiben.

Mit Natalie Bukhta aus Kiew stellte Ramsteiner das im Jahr 2018 ins Leben gerufene Projekt noch einmal vor. Er berichtete über die große Not der alten Menschen in der Region von Iwano Frankiwsk, die alles, was sie nicht mehr brauchen, verkaufen, um überleben zu können. Bislang wurden die Alten von Rotkreuzschwestern mit dem Notwendigsten versorgt, auch mit Essen. Seit zwei Jahren aber werden die Hausbesuche der Rotkreuzschwestern vom Staat nicht mehr getragen. "Eine Krankenschwester betreut 20 alte, alleinstehende Menschen. Sie helfen mit ihrer Spende also 240 Menschen", rechnete Ramsteiner den Sponsoren vor. Und Natalie Bukhta ergänzte: "Sie verbessern die Welt mit ihrer Großherzigkeit." Die 29-jährige Ukrainerin stammt aus Kiew und studiert in Augsburg. Als Dolmetscherin begleitet sie die Hilfsgütertransporte des BRK Dachau in die Ukraine und hilft bei den schwierigen Verhandlungen mit dem Zoll. Sie könne stundenlang über die Not der alten Menschen dort erzählen, so Bukhta. Dass das Geld auch wirklich an die Schwestern fließe, werde monatlich geprüft, so Ramsteiner. "Wir haben das Projekt echt im Griff."

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