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Pandemie in Dachau:115 Krankenhausbetten für Corona-Patienten

Hilfstransport in die Ukraine

Peter Sedlmair und Kilian Geier (vorne) aus Dachau und Hans Neugschwendtner aus Neuburg-Schrobenhausen.

(Foto: BRK/oh)

Das Team der Internationalen Hilfe im Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Dachau erreichte im März ein außergewöhnlicher Hilferuf aus Iwano Frankiwsk in der Ukraine. Dort sind die Corona-Infektionszahlen so dramatisch gestiegen, dass ein Hilfskrankenhaus aufgebaut werden muss. Aber schon bei den Krankenbetten besteht ein massiver Mangel. In einer Kooperation mit dem Rotkreuzkreisverband Neuburg-Schrobenhausen konnten nun in einer außergewöhnlichen Aktion 115 Krankenbetten beschafft werden. Die ausgesonderten, aber voll funktionsfähigen Betten stellte das Krankenhaus Neuburg zur Verfügung. In nur zwölf Stunden wurden die Betten von Helfern der beiden Rotkreuzverbände transportsicher gestapelt, verladen und eingelagert. Eine ukrainische Spedition wird sie in den nächsten Tagen abholen und in die Ukraine bringen.

Hans Ramsteiner, stellvertretender Vorsitzender im BRK-Kreisverband Dachau und Leiter des Projekts, ist begeistert: "Was wir hier auf die Beine gestellt haben, ist großartig! Wir können mit dieser Aktion einen riesigen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie bei unseren Rotkreuzpartnern in der Ukraine leisten." Auch Anton Gutmann, Kreisgeschäftsführer im Roten Kreuz Neuburg-Schrobenhausen, freut sich besonders über die gelungene Kooperation zwischen den benachbarten Rotkreuzkreisverbänden. "Nur gemeinsam konnten wir diese Herausforderung meistern. Für mich ist diese Zusammenarbeit die Zukunft!", betont Gutmann. Der Anfang ist gelungen, und das Projekt wird weitergeführt, denn die Auslandshilfe im BRK Dachau hat sich zum Ziel gesetzt 1000 Betten in die Ukraine zu bringen. Die Betten wurden auf drei Lastkraftwagen transportsicher verladen und eingelagert.

Hans Ramsteiner betont: "Das ist auch ein Beitrag zur nachhaltigen Verwendung von medizinischem und pflegerischem Material. Die Betten müssen hier nicht aufwendig entsorgt werden, sondern können in der Ukraine die enorme Versorgungslücke deutlich schließen." Die beiden Rotkreuzkreisverbände wollen in diesem Projekt weiterhin intensiv zusammenarbeiten. Ihrem Ziel sind sie ein großes Stück näher gekommen.

© SZ vom 17.05.2021 / SZ
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