Europäische Außengrenzen. Es gibt Menschen, für die ist das nur ein Begriff. Osama Kezzo gehört nicht dazu. Schließlich wäre der gebürtige Syrer bei seiner Überfahrt vom türkischen Izmir auf die griechische Insel Lesbos 2014 in einem Schlauchboot an ebenjener Außengrenze beinahe ertrunken. Dass er sich schon seit vielen Jahren als Integrations- und Migrationsberater bei der Caritas Dachau tagtäglich mit dem Asylrecht auseinandersetzt, dürfte deshalb kaum verwundern. Seit seinem Eintritt in die paneuropäische Partei Volt vor gut eineinhalb Jahren beschäftigt ihn das Thema aber auch zunehmend auf politischer Ebene, aktuell kandidiert er bei der Europawahl am 9. Juni. Zeit also, den 38-Jährigen zu fragen, was er anders machen würde, sollte er ins EU-Parlament einziehen.
SZ-Serie: Bei uns in Europa„Menschen lassen sich nicht abschrecken“
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Osama Kezzo weiß, was es bedeutet zu fliehen. Sein Expertenwissen will der gebürtige Syrer, der heute einen deutschen Pass hat und sich als Europäer versteht, für die Partei Volt ins EU-Parlament einbringen. Ein Gespräch darüber, warum die europäische Asylpolitik nicht funktioniert.
Interview von Jacqueline Lang, Dachau
