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Organspende:Diskussion über Tabuthema

Experten sprechen über Organtransplantationen

Zum Thema Organtransplantation findet am Donnerstag, 16. Januar, von 18.30 bis 20 Uhr eine Podiumsdiskussion aus der Vhs-Veranstaltungsreihe "Gehen und Begleiten" im Haus der Erwachsenenbildung, Raum 11, statt. Bei dem Panel als Redner geladen sind folgende Gäste: Helmut Thaler, der seit 14 Jahren mit einem gespendeten Organ lebt. Thaler ist ehemaliger Dachauer und lebt inzwischen in der Nähe von Stein bei Nürnberg, Professor Gerrit Hohendorf, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, kommissarischer Leiter des Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Technische Universität München (TUM), Klinikum rechts der Isar und Professor Horst-Guenter Rau, Viszeral- und Gefäßchirurg, ehemals Transplantationschirurgie am Klinikum Großhadern der Universität München und von 2002 bis 2018 Chefarzt am Klinikum in Dachau. Die Moderation übernimmt das ehrenamtlich tätige Vorstandsmitglied des Elisabeth-Hospizvereins Dachau, Gunther Kachel, Internist und Palliativmediziner sowie ebenfalls von 1988 bis 2015 Chefarzt am Klinikum Dachau.

Der Elisabeth-Hospizverein Dachau und die Volkshochschule Dachau haben die Veranstaltungsreihe "Gehen und Begleiten" gemeinsam begonnen, die sich jedes Mal zahlreicher Besucher erfreut. Auch für 2020 wünschen sich die Veranstalter eine engagierte Diskussionsrunde, bei der jeder Dachauer zur aktiven Teilnahme eingeladen ist.

Anlass für das Thema Organtransplantation waren Gespräche mit Hospizbegleitern. Eine wesentliche Motivation für deren ehrenamtliche Tätigkeit sind Empathie mit den schwerkranken Menschen am Ende ihres Lebens. Nicht selten bestehen Vorbehalte gegenüber einer Organtransplantation, da der Sterbevorgang nicht den normalen Weg geht. Die Gesprächsrunde soll informieren und bisher nicht bekannte Ansichten darstellen.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bei der Vhs Dachau, unter der Telefonnummer 08131/337 86 40 gebeten, eine Teilnahme ist jedoch auch kurzfristig möglich.

© SZ vom 14.01.2020 / SZ

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