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Auswirkungen der Wiesn:Aus'bucht is: Hotels in Dachau und Karlsfeld sind fast voll

Pause vom Oktoberfest

Die Hotels und Herbergen in Dachau und Karlsfeld sind voll mit Wiesngästen.

(Foto: dpa)

Die Auswirkungen der Wiesn sind auch im Umland zu spüren. Hotels und Herbergen in Dachau und Karlsfeld sind voll mit Wiesngängern. Dementsprechend steigen die Preise.

Wenn es am Samstag in München auf der Theresienwiese wieder heißt "O'zapft is!" und die Masskrüge klirren, dann herrscht nicht nur in den Festzelten Hochbetrieb, sondern auch in den Hotels und Herbergen der Stadt. Die Übernachtungspreise während der zwei Festwochen erhöhen sich teils um ein Vielfaches, kurzfristig ein Zimmer zu finden, grenzt beinahe an ein Wunder. Im gut angebundenen Münchner Umland - wie etwa in Karlsfeld und Dachau - sieht es ähnlich aus.

"Das Oktoberfest ist definitiv auch in Dachau spürbar. Das ist neben den Messen eine der Zeiten, zu denen wir fast ausgebucht sind", weiß Monika Webersberger, Leiterin der Abteilung Tourismus der Stadt Dachau. So auch in diesem Jahr. Nur noch vereinzelt sind Lücken in den Buchungskalendern der Hotels zu finden, im Karlsfelder Hotel Hubertus ist man sogar bereits seit drei Wochen vollkommen ausgebucht. Die ersten Buchungen seien schon im Januar und Februar eingegangen, heißt es dort.

Es gibt noch Chancen für Kurzentschlossene

Auch wer während der Wiesn im Hotel Central in Dachau übernachten möchte, musste in diesem Jahr früh dran sein: "Wir waren heuer schon lange vorher voll, sonst gibt es oft noch kurzfristigere Buchungen", informiert Rezeptionistin Laila Brukle. Für die erste Woche sei das Hotel "sehr, sehr gut" belegt, in der zweiten Woche gebe es noch ein paar freie Betten - und somit auch für Kurzentschlossene noch die Chance, eine Unterkunft zu finden.

Denn entgegen der Erfahrungen in den Hotels berichtet Webersberger von immer kurzfristigeren Anfragen für Übernachtungen, die in der Dachauer Tourismusabteilung eingingen. Manche Gäste fragten erst während des Oktoberfests an, könnten aber dennoch spontan Glück haben, wenn sich etwa Gruppenkontingente veränderten. Insgesamt seien die Übernachtungszahlen im Landkreis kontinuierlich gestiegen, obwohl bei der städtischen Tourismusabteilung weniger Anfragen eingingen. "Die Leute buchen weniger über uns, sondern direkt oder über Online-Plattformen", erklärt Webersberger.

"Oktoberfest! Lovely Countryhouse near Munich"

Eine solche Onlineplattform ist auch Airbnb - dort kann man allerdings keine Hotelzimmer buchen, sondern Übernachtungen bei Privatpersonen. Das Angebot reicht von der schäbigen Wohnzimmercouch über das gepflegte Appartement bis hin zum renovierten Landhaus, preislich gibt es ebenfalls eine große Spanne. Doch auch hier ist das Oktoberfest zu spüren: Von den rund 20 Unterkünften in der Stadt Dachau und der näheren Umgebung, die beispielsweise an einem Wochenende im November derzeit noch verfügbar sind, ist für das erste Oktoberfestwochenende derzeit nur noch eine einzige zu haben - und das zum stolzen Preis von 156 Euro. Im November hingegen kostet eine Nacht im Schnitt rund 75 Euro.

Knapp bei Kasse sollte man jedoch auch als Hotelgast nicht sein, denn dort gibt es zur Zeit des Oktoberfests ebenfalls Aufschläge. "Es gibt zwar ein paar Ausnahmen, aber die Mehrheit der Hoteliers geht einen vernünftigen Weg", versichert Webersberger. Dennoch sei preislich häufig nur noch ein geringer Unterschied zu München gegeben.

"Wir können schlicht nicht mithalten: Auf Airbnb bekommt man für 200 Euro eine Wohnung für fünf Personen, bei uns nur ein Doppelzimmer"

Aber nicht nur in Dachau, von wo aus man die Theresienwiese in knapp einer halben Stunde erreichen kann, sondern auch in anderen Landkreisgemeinden hofft man auf Oktoberfestgäste. So ist etwa in Weichs noch eine Unterkunft, die auf Airbnb mit "Oktoberfest! Lovely Countryhouse near Munich" angepriesen wird, noch für 1061 Euro für neun Personen zu haben, auch in Altomünster kann man sich um 144 Euro pro Nacht einquartieren.

Ernsthafte Konkurrenz sind die privaten Anbieter für die lokale Hotellerie aber nicht. Es gebe nur wenige Angebote, sagt Webersberger von der Stadt, an der Auslastung könne man keine Veränderung spüren, wird im Hotel Hubertus bestätigt. Mehr Sorgen macht man sich im Hotel Central: "Wir können schlicht nicht mithalten: Auf Airbnb bekommt man für 200 Euro eine Wohnung für fünf Personen, bei uns nur ein Doppelzimmer", sagt Brukle. Gelassener sieht man diese Situation im Hotel DAH-Inn. Rezeptionistin Petra Hörmann meint: "Ein bisschen Konkurrenz gibt es immer, aber ich denke, je nach dem was man will, regelt sich das von selbst. Schließlich schätzen es viele, morgens das Frühstück nicht selbst zubereiten zu müssen oder freuen sich über den Zimmerservice und ein frisch gemachtes Bett".

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