Telefonbetrug in OdelzhausenFalsche Polizisten erbeuten 17 000 Euro in einem Kochtopf

Ihre Opfer Geld oder Wertgegenstände in einen Topf stecken zu lassen, ermöglicht den Betrügern eine kontaktlose Übergabe (Symbolbild).
Ihre Opfer Geld oder Wertgegenstände in einen Topf stecken zu lassen, ermöglicht den Betrügern eine kontaktlose Übergabe (Symbolbild). Daniel Bockwoldt/dpa

Eine 42-jährige Frau lässt sich von Betrügern am Telefon einreden, sie könne bei der Überführung von Straftätern mithelfen. Dabei wird sie von den Kriminellen nur selbst ausgenommen.

Die Welle der Telefonbetrügereien ebbt nicht ab. Am Donnerstag gelang es Betrügern, eine 42-jährige Frau aus Odelzhausen mit einer Falsche-Polizeibeamte-Masche zur Übergabe von etwa 17 000 Euro zu bringen. Am Nachmittag hatte eine Betrügerin bei ihr angerufen und sie durch geschickte Gesprächsführung, wie es im Polizeibericht heißt, aufs teure Glatteis geführt.

Zusammen mit einem Komplizen erzählt die Betrügerin ihr, dass es in ihrer Nachbarschaft zu Raubüberfällen gekommen wäre. Zur Ergreifung der Täter benötige man ihre Mithilfe. Und das ginge so: Sie sollte all ihr Geld in einen Kochtopf tun, damit zum Supermarkt-Parkplatz in der Rudolf-Diesel-Straße fahren, den Topf dort unter ihr Auto legen und dann wieder nach Hause zurückkehren. Dieser Aufforderung kam die Frau nach.  Den mit Geld gefüllten Kochtopf packte sie in eine Stofftasche, die außen mit Bildern von VW-Bussen bedruckt und innen kariert ist.

Zurück zu Hause erhielt die Frau von der dreisten Betrügerbande dann auch noch die hinterhältig-gemeine Erfolgsmeldung, dass dank ihre Mithilfe zwei Räuber gefasst worden seien. Erst Stunden später kamen der Frau Bedenken und sie rief bei der echten Polizei an. Wer Beobachtungen auf dem Supermarkt-Parkplatz gemacht hat, die bei den Ermittlungen hilfreich sein könnten, soll sich bei der Kripo Fürstenfeldbruck unter Telefon 08141/6120 melden.

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