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Neue Zahlen:Zweites Todesopfer

Jetzt sind 294 Menschen mit dem Coronavirus infiziert

Die Corona-Pandemie breitet sich im Landkreis Dachau weiter aus. Inzwischen ist ein zweites Todesopfer zu beklagen, eine 90-jährige Person, die an Vorerkrankungen litt. Die Zahl der infizierten Menschen ist bis Montag, 17 Uhr, auf 294 gestiegen. Das sind sechs mehr als am Vortag, die positiv auf den Coronavirus getestet wurden sind. Die am Sonntag verbreitete Zahl musste aufgrund von Doppelnennungen der Labore um zwei Personen nach unten korrigiert werden.

In der Asylunterkunft in Odelzhausen wurde am Sonntagabend ein erster Verdachtsfall gemeldet. Das Landratsamt hat daraufhin für alle Bewohner der Unterkunft Quarantäne verhängt. Schon vor einer Woche wurde für alle Flüchtlingsunterkünfte ein Betretungsverbot ausgesprochen. Das gilt für alle Besucher, auch Mitglieder der Helferkreise, wie die Behörde mitteilt. Zur Bewältigung der Katastrophenlage hat Landrat Stefan Löwl (CSU) Kreisbrandrat Franz Bründler zum örtlichen Einsatzleiter bestellt. Bründler wird die taktische Organisation und Koordination aller im Landkreis Dachau eingesetzten Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Roten Kreuz sowie weiterer Rettungs- und Hilfsdienste übernehmen.

Entsprechend dem Notfallplan der Staatsregierung wird die Selbstorganisation des Gesundheitssystems in Bayern ausgesetzt. Die ambulante ärztliche Versorgung wird von sofort an auch über die Katastrophenschutzbehörden erfolgen. Dafür hat Landrat Löwl einen sogenannten Versorgungsarzt eingesetzt: Christian Günzel vom MVZ Dachau, Facharzt, Notarzt und Chefarzt des Roten Kreuzes. Er koordiniert und plant die Versorgung sowie Schutzausstattung der Praxen.

© SZ vom 31.03.2020 / SZ

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