Neue Veranstaltung in der Großgemeinde Karlsfeld bekommt Christkindlmarkt

Neues Leben auf dem Danzer-Platz im Ortszentrum

Von Walter Gierlich, Karlsfeld

Auf dem Bruno-Danzer-Platz in Karlsfelds "Neuer Mitte" tobt bisher nicht gerade das pralle Leben. Doch möglicherweise ändert sich das - zumindest für einige Woche im kommenden Advent. Der Hauptausschuss des Karlsfelder Gemeinderats hat nämlich einem Vorschlag von Wirtschaftsförderer Peter Freis zugestimmt, auf dem Platz an drei Wochenenden jeweils von Donnerstag bis Sonntag einen Christkindlmarkt abzuhalten.

Nahezu in jeder Gemeinde im Umkreis und in München sogar an jedem größeren Platz gibt es in der Vorweihnachtszeit eine Budenstadt mit Glühwein- und Lebkuchenduft, nur in Karlsfeld nicht. Doch nicht alle Bürger wollen sich auf Dauer offenbar damit zufrieden geben. "Es gibt Karlsfelder Interessenten, die sich bei mir gemeldet haben", sagte Freis der Süddeutschen Zeitung. Zwei Varianten habe er daher den Gemeinderäten vorgeschlagen: Eine kleine Veranstaltung nur für Karlsfelder an einem Wochenende oder eine große Lösung über drei Wochenenden mit einem Einzugsbereich über den Ort hinaus mit "organisatorischer und inhaltlicher Unterstützung einer Münchner Schaustellerfamilie", erklärte er.

Diese Profis, die die große Lösung zur Bedingung ihrer Mitwirkung gemacht hatten, bringen laut Freis einige Schausteller mit. "Für die Hardware, sprich die Stände, muss die Gemeinde sorgen", so Freis. Aus finanziellen Gründen hofft er, dass die klamme Kommune die Stände nicht kaufen muss, sondern mieten kann. Als Minimum sieht er zehn Stände an, sonst schaue es auf dem Platz im Ortszentrum allzu mickrig aus. Ins Blaue hinein hat er dem Hauptausschuss seinen Vorschlag natürlich nicht unterbreitet. Er habe aussichtsreiche Vorgespräche geführt, erklärte er: "Wir haben schon was in der Hinterhand." Dem Wirtschaftsförderer schwebt vor, dass die Gemeinde Karlsfelder Vereinen oder Kultureinrichtungen einige Stände überlassen könnte - vielleicht auch nur für jeweils ein Wochenende. Der TSV Eintracht mit seinen mehr als 4000 Mitgliedern habe jedenfalls bereits Interesse angemeldet.

Freis betonte, dass es nicht nur Stände mit Speisen und Getränken geben werde, sondern beispielsweise auch mit Kunsthandwerk und Christbaumschmuck: "Wir streben eine gute Mischung an." Und sollte der Christkindlmarkt so gut einschlagen, dass der Bruno-Danzer-Platz zu klein würde, könnte er sich irgendwann einmal über den Kirchweg bis hin zum Marktplatz an der Rathausstraße erstecken, so die optimistische Zukunftsvision des Wirtschaftsförderers.