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Nachruf:Trauer um Alois Boder

Nachruf

Der verstorbene Alois Boder war ein geschätztes Mitglied der Gemeinde Schwabhausen. Er hinterlässt seine Frau Ingrid, sowie drei Kinder, fünf Enkel und vier Urenkel.

(Foto: privat)

Von Renate Zauscher

Vor kurzem ist in Schwabhausen Alois Boder im Alter von 88 Jahren verstorben. Er war ein Mann, den nahezu jeder in der Gemeinde gekannt hat und den man wegen seiner offenen und zupackenden Art schätzte. 18 Jahre lang, von 1978 bis 1996, hat Alois Boder dem Schwabhauser Gemeinderat angehört und über viele Jahre hatte er zudem das Amt eines Wasserwarts inne.

Boders ursprüngliche Heimat war Südwähren, wo er in Frischau im heutigen Tschechien zur Welt gekommen war. Durch die Vertreibung als Sudetendeutsche nach dem Zweiten Weltkrieg kam seine Familie nach Bayern, wo sie erst in Asbach, dann im Sommerhaus der Grafen Spreti in Unterweilbach untergebracht wurde. In Schwabhausen begann der junge Mann, der bald schon als den "Boder Luis" in der Gemeinde bekannt wurde, eine Ausbildung zum Elektriker, die er später in Dachau fortsetzte. In Schwabhausen lernte er aber auch seine spätere Frau Ingrid, die Tochter des Bäckers Loderer, kennen, 1954 heirateten sie. Seine berufliche Laufbahn führte Alois Boder über die Stadtwerke Dachau bis zur MTU in Karlsfeld.

Seine "zweite" Heimat, die Gemeinde Schwabhausen, hat Alois Boder viel zu verdanken. Zunächst gehörte er dem Gemeinderat ohne Parteibindung, später dann als Vertreter der CSU an. Der Ausbau der örtlichen Infrastruktur sei ein wichtiger Schwerpunkt seiner kommunalpolitischen Tätigkeit gewesen, sagt Heinrich Loderer, ebenfalls ehemaliger CSU-Vertreter im Gemeinderat und Schwager des "Boder Luis".

Alois Boder war ein geselliger, den Menschen zugewandter Mann und als solcher war er auch aktives, geschätztes Mitglied mehrerer Vereine, darunter dem Sport- und dem Schützenverein. Vor allem aber sei er ein "leidenschaftlicher Theaterspieler" gewesen, erinnert sich Heinrich Loderer. Zeitlebens war für Alois Boder die Familie wichtig. Er hinterließ bei seinem Tod seine Ehefrau Ingrid, drei Kinder, sowie fünf Enkel und vier Urenkelkinder.

© SZ vom 03.03.2021
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