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Nach zwei Bränden in Dachau:Polizei fahndet nach Brandstiftern

Zuerst brannte eine Feldscheune bei Großinzemoos, dann ein Holzhaufen bei Puchschlagen. Nun sucht die Polizei nach zwei Brandstiftern.

Melanie Staudinger

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck fahndet jetzt nach zwei Brandstiftern aus dem Landkreis Dachau. Noch immer werden Zeugen gesucht, die am Karfreitag verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Feldscheunenbrand in Großinzemoos gemacht haben.

Eine Feldscheune zwischen Großinzemoos und Sigmertshausen ist am Nachmittag des Karfreitags völlig niedergebrannt.

(Foto: privat)

Wie die Kripo mitteilt, ergaben die Aussagen bereits vernommener Zeugen, dass sich an diesem Nachmittag auf einem nahe gelegenen Fußball-Bolzplatz Jugendliche aufgehalten haben. Weiterhin dürfte ein nicht weit entfernter Spielplatz von Familien mit Kindern besucht gewesen sein. Aufgrund des sonnigen Wetters vermutet die Polizei zudem, dass sich auch Spaziergänger in der Nähe des Brandortes aufgehalten haben.

Bei dem Brand, der auf eine Hütte und einige Bäume übergriff, ist laut Polizei ein Sachschaden von 40 000 Euro entstanden. Die Brandermittler gehen davon aus, dass eine Selbstentzündung oder ein technischer Defekt als Brandursache ausgeschlossen werden könne. Die Gebäude hatten den Beamten zufolge weder eine Stromversorgung noch bietet die Lagerzeit der Heuballen Anhaltspunkte für eine Selbstentzündung.

Auch der Brand eines Holzhaufens zwischen Puchschlagen und Deutenhausen am Dienstag ist wohl mutwillig gelegt worden. Die Luftrettungsstaffel Bayern hatte das Feuer bei einem routinemäßigen Rundflug entdeckt. Als die Feuerwehren aus Puchschlagen, Bergkirchen, Dachau, Schwabhausen, Oberbachern, Eisolzried und Markt Indersdorf im sogenannten Bieberecker Holz eintrafen, brannte bereits nicht nur das Holz, das zu Hackschnitzeln weiterverarbeitet werden sollte, sondern es brannten auch schon umstehende Bäume.

Das Feuer erstreckte sich über eine Fläche von 15 auf 20 Meter, konnte aber schnell gelöscht werden. Es entstand ein Sachschaden von 1500 Euro. Zeugen sollen sich bei der Kriminalpolizei unter Telefon 08141/6120 melden.

Obwohl es seit Mittwochabend regnet, ist die Waldbrandgefahr noch nicht gebannt. Nach Angaben von Walter Pausch, Stützpunktleiter der Luftrettungsstaffel, reicht der aktuelle Niederschlag nur, um die Umgebung oberflächlich zu befeuchten.

© SZ vom 28.04.2011
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