Als das Dachauer Moos im 20. Jahrhundert systematisch mit Kanälen trockengelegt wurde, war der Kalterbach der erste, dem es an den Kragen ging. Die Münchner Brauerei Löwenbräu brauchte Torf zum Heizen der Sudhäuser, gewonnen wurde dieser rund um den brauereieigenen Obergrashof, an dem auch der Kalterbach vorbeifließt. Die Moorkultivierung wurde staatlicherseits gefördert, von 1915 bis 1917 mussten sogar französische und russische Kriegsgefangene dort Gräben ziehen und Bäche begradigen. Der fortan in den Kalterbach fließende Franzosengraben zeugt heute noch davon.
Flüsse:Schrittweise Wiedergutmachung
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Mit viel Geld renaturiert der Dachauer Moosverein den Kalterbach: Die Ziele sind, die Artenvielfalt, Moor und Klima zu schützen sowie die Gewässerqualität zu verbessern. Über ein Projekt mit Vorbildcharakter.
Von Alexandra Vettori, Hebertshausen

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