Die Vorstandswahlen der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern endeten mit einer großen Überraschung: Der Münchner Jurist Michael Holland, 45, kandidierte zum ersten Mal und wurde auf Anhieb zum Vize der Präsidentin Charlotte Knobloch gewählt, die seit 1985 im Amt ist. Neben dem zweiten Vize Yehoshua Chmiel steht Holland an der Spitze der mit 9000 Mitgliedern größten jüdischen Gemeinde in Deutschland. Holland leitet im Landratsamt Dachau die Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Seit November 2023 ist er auch Antisemitismusbeauftragter des Landkreises. Im Gespräch mit der SZ äußerte er sich zu seiner Wahl.
Israelitische Kultusgemeinde München„Ich sehe mich als Brückenbauer“
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In dern ersten Tagen nach seiner Wahl habe er sich wie überrannt gefühlt, sagt Michael Holland, neuer Vizepräsident des Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
privatMichael Holland ist überraschend zum Stellvertreter von Präsidentin Charlotte Knobloch gewählt worden. Der Abteilungsleiter und Antisemitismusbeauftragte des Landkreises Dachau erklärt im Interview, welche Ziele er sich für dieses Amt steckt.
Interview von Helmut Zeller, Dachau
