Landgericht München Prozess im Erdweger Mordfall

Der brutale Mord an einer Rentnerin hat die Gemeinde Erdweg erschüttert. Die Verhandlung gegen den mutmaßlichen Täter beginnt im Oktober.

Viereinhalb Monate nachdem die Staatsanwaltschaft München II gegen einen 26-jährigen Erdweger Anklage wegen Mordes erhoben hat, stehen nun die Termine für die Hauptverhandlung am Münchner Landgericht fest. Sie beginnt am 22. Oktober, wird am 23. fortgesetzt, und schließlich vom 27. bis zum 30. Oktober zu Ende verhandelt. Das teilt der Münchner Anwalt des Angeklagten, Michael Pösl, mit.

Dem dringend tatverdächtigen Erdweger wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, sein 76-jähriges Opfer gewürgt und mit 14 Messerstichen brutal ermordet zu haben. Die in der Gemeinde bekannte Rentnerin war am 31. Oktober des vergangenen Jahres tot in ihrem Haus im Erdweger Ortsteil Großberghofen aufgefunden worden. Zwei Tage nach dem grausamen Fund nahm die Polizei den 26-jährigen Drogenabhängigen aus Erdweg fest.

Der vielfach Vorbestrafte hatte mit der EC-Karte des Opfers bei mehreren Münchner Banken Geld abgehoben. Ein Polizist der Kripo Fürstenfeldbruck erkannte den Mann auf den Videoaufzeichnungen einer der Bankfilialen wieder. Seit seiner Festnahme sitzt der Tatverdächtige im Gefängnis München-Stadelheim in Untersuchungshaft. Er hat die Tat inzwischen eingeräumt.

Falls der Erdweger, der lange Zeit heroinsüchtig war, verurteilt wird, erwartet ihn nach deutschem Recht lebenslange Haft. Ein psychiatrisches Gutachten hat laut Staatsanwaltschaft ergeben, dass der mutmaßliche Täter zum Zeitpunkt des Mordes nicht im "Zustand der Schuldunfähigkeit" gehandelt habe.