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München/Dachau:KZ-Gedenkstätte wird saniert

Das bayerische Kabinett hat in seiner Sitzung am Dienstag ein Gesamtkonzept zur Erinnerungsarbeit an die Opfer des NS-Regimes beschlossen. Der Freistaat bekenne sich damit zu seiner historischen Verantwortung für Erhalt und Erschließung der Erinnerungsorte an die Verbrechen des Nationalsozialismus, teilte die Staatskanzlei in München mit. Dazu gehörten "Täterorte" wie München als "Hauptstadt der Bewegung" und Nürnberg als "Stadt der Reichsparteitage" sowie Opferorte wie das erste Konzentrationslager in Dachau. Das Ende der NS-Herrschaft jährt sich zum 75. Mal. In dem Gesamtkonzepts soll die KZ-Gedenkstätte Dachau als zentraler Opferort eine neu gestaltete Ausstellung erhalten. Zudem soll die Gedenkstätte saniert und bislang nicht berücksichtigte Teile des Areals mit einbezogen werden. Dadurch soll ein "europäischer Gedenk- und Erinnerungsort" entstehen, an dem die "Gesamtgeschichte der Konzentrationslager in einzigartiger Weise aufgearbeitet und ihrer Opfer gedacht" werde.

© SZ vom 22.01.2020 / epd
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