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Mitten im Landkreis:Donki, I-an und Coroni

Für das neue Maskottchen des Sommerferienprogramms der Museen und Galerien im Landkreis Dachau wird ein Name gesucht. Vorschläge, wie der kleine Esel heißen könnte, gibt es viele

Glosse von Jacqueline Lang

Klar, die vergangenen eineinhalb Jahre haben wohl an den Kräften aller Menschen im Landkreis gezehrt. Wie sehr Familien und vor allem kleine Menschen unter dem ewigen Hin und Her zwischen Homeschooling und Wechselunterricht, Stress daheim und kaum Kontakt zu Freunden gelitten haben dürften, kann man als großer Mensch ohne Kind zwar nur erahnen, aber fest steht: Wirkliche Erholung hat sich die vielbeschriebene Zukunft dieses Landes mehr als verdient. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass nach den Pfingstferien vor den Sommerferien ist. Und weil Kinder anders als langweilige Erwachsene in ihrer Freizeit gerne etwas unternehmen wollen, gibt es natürlich auch in diesem Jahr ein Ferienprogramm, das sich die Museen in Stadt und Landkreis Dachau überlegt haben. "In neuen Sonderausstellungen und viele teilnehmenden Museen können Schulkinder die Sammlungen erkunden und dabei Rätsel lösen, Quizbögen ausfüllen und Objekte bemalen. Begleitet wird die Aktion vom Ferienprogramm-Esel", heißt es dazu auf der Homepage des Dachauer Landratsamts. Eine wichtige Frage gibt es allerdings bis zum Beginn der Sommerferien noch zu klären: Wie soll der Esel heißen?

Im vergangenen Jahr hat Kroko das Krokodil die Kinder durch die Museen begleitet. Auch in diesem Jahr soll das grüne Reptil mit von der Partie sein. Nun aber eben nicht mehr allein, sondern gemeinsam mit einem Esel, den die Museumspädagogin Kathrin Wittmann gezeichnet hat. Weil ein namenloses Maskottchen natürlich gar nicht geht, wird nun nach einem Namen für den braunen Vierbeiner gesucht. "Unter allen Vorschlägen, werden die Vertreter der Museen den besten Namensvorschlag auswählen. Der Namensgeber erhält eine kleine Belohnung", schreiben die Organisatoren.

Das lassen sich die Dachauer Ratschler natürlich nicht zweimal sagen: In der Facebook-Gruppe, in die der Aufruf bereits am Montag gepostet worden war, haben bis Mittwochmittag bereits 46 User Vorschläge gemacht. Ob es sich bei allen Teilnehmern um Schulkinder handelt, darf bezweifelt werden, die Bandbreite an Namen ist jedenfalls beachtlich: Viele können sich gut einen klassisch bayerischen Namen wie Max-Emanuel, Xaver, Schorschi, Franz oder Sepperl vorstellen. Andere wiederum schlagen eher ausgefallene Namenskreationen wie Burrito, Bobo, Doni, Donki, Ferino, Bavarius, DAHvid oder I-an vor. Und einer, wie könnte es im zweiten Pandemiejahr auch anders sein, schlägt Coroni als Namen vor.

Da bleibt eigentlich nur, dem Esel bis Anfang Juli, wenn die Entscheidung über den Namen fällt, viel Glück zu wünschen. Und wer weiß, vielleicht stellt sich ja sogar noch heraus, dass der Esel in Wahrheit eine Eselin ist...

© SZ vom 10.06.2021
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