Mitten im KreistagVon Abschieden und Glückskäfern

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Kreiskämmerer Michael Mair kann mit Blick auf die Kreisfinanzen ein bisschen Glück in Form eines Käfers sicher gut brauchen.
Kreiskämmerer Michael Mair kann mit Blick auf die Kreisfinanzen ein bisschen Glück in Form eines Käfers sicher gut brauchen. (Foto: Jacqueline Lang)

Die Chefin des Sitzungsdienstes geht nach 42 Jahren in den Ruhestand. Damit „ihre“ Kreisrätinnen und Kreisräte auch ohne sie zurechtkommen, hat sie ihnen Talismane gehäkelt. Der Chef der Finanzen bekommt einen extra großen.

Glosse von Jacqueline Lang, Dachau

Andrea Hartl ist schon länger im Kreistag, als die meisten der Kommunalpolitikerinnen und –politiker im Saal: Seit sage und schreibe 42 Jahren; an diesem Montag wird sie nun zum allerletzten Mal auf ihrem Platz sitzen, danach übernimmt die Leitung der Stabsstelle Sitzungsdienst ihr Kollege Sebastian Zollbrecht. Bevor es so weit ist, wird Hartl am Freitag davor aber noch gebührend verabschiedet. Ausnahmslos alle Kreisrätinnen und Kreisräte wissen schließlich, was sie dem Sitzungsdienst und allen voran Hartl zu verdanken haben.

Das letzte Wort hat in der letzten Sitzung vor den Feiertagen deshalb ausnahmsweise auch nicht Landrat Stefan Löwl (CSU), sondern jene zu Tränen gerührte Frau, die mehr als vier Jahrzehnte im Hintergrund die Fäden in der Hand gehalten und für reibungslose Abläufe gesorgt hat: Andrea Hartl, die gute Seele des Kreitags.

War ganze 42 Jahre die gute Seele des Kreistags: die langjährige Leiterin der Stabsstelle Sitzungsdienst, Andrea Hartl.
War ganze 42 Jahre die gute Seele des Kreistags: die langjährige Leiterin der Stabsstelle Sitzungsdienst, Andrea Hartl. (Foto: Jacqueline Lang)

Zum Abschied lässt sie es sich nicht nehmen, „ihren“ Kreisrätinnen und Kreisräten, wie sie sie liebevoll nennt, noch eine Kleinigkeit mit auf Weg zu geben. Es ist ein Tütchen, gefüllt mit allem, was man für einen Wohlfühltag braucht. Vor allem aber ist es Glück in Form eines kleinen Marienkäfers. Mehr als 70, alle liebevoll gehäkelt von Hartl selbst. Es ist, wenn man so will, ein kleiner Talisman für herausfordernde kommunalpolitische Zeiten – vor allem finanziell gesehen.

Den größten Glückskäfer bekommt folgerichtig nicht ihr langjähriger Chef, Landrat Löwl, es bekommt ihn der Mann, der über das Geld wacht: Kreiskämmerer Michael Mair. Vielleicht, sagt Hartl, werde der Glückskäfer ja zum Maskottchen der Kämmerei. Fest steht mit Blick auf den im neuen Jahr noch zu beschließenden Haushalt 2025 zwar: Glück allein wird dem Landkreis und mit ihm allen Kommunen nicht reichen – aber schaden kann es sicherlich auch nicht.

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