Mehr als hundert Einsätze:Unwetter löst Chaos aus

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Überflutete Straßen, voll gelaufene Keller, abgeknickte Äste und Bäume - das schwere Unwetter am frühen Montagabend hat in Teilen des Landkreises chaotische Verhältnisse ausgelöst.

Robert Stocker

Überflutete Straßen, voll gelaufene Keller, abgeknickte Äste und Bäume - das schwere Unwetter am frühen Montagabend hat in Teilen des Landkreises chaotische Verhältnisse ausgelöst. Sintflutartige Regenfälle, starker Hagel und kräftige Sturmböen, die fast eine Stunde lang anhielten, richteten besonders im Nordosten des Landkreises größere Schäden an. Besonders betroffen waren die Gemeinden Petershausen, Vierkirchen und Weichs. Hunderte Feuerwehrmänner waren bis spät in der Nacht im Einsatz, um die Unwetterschäden zu bekämpfen.

Mehr als hundert Einsätze: Ums Leben gekommen ist bei dem Brand in einem Einfamilienhaus kein Mensch, aber der Kanarienvogel starb im Rauch und es entstand ein Sachschaden von 70.000 Euro.

Ums Leben gekommen ist bei dem Brand in einem Einfamilienhaus kein Mensch, aber der Kanarienvogel starb im Rauch und es entstand ein Sachschaden von 70.000 Euro.

(Foto: Toni Heigl)

Insgesamt mussten die Feuerwehren zu mehr als hundert Einsätzen im Landkreis ausrücken. Der Hagelsturm traf nicht das gesamte Kreisgebiet mit gleicher Härte. Während Dachau vergleichsweise glimpflich davon kam, wütete das Unwetter besonders im Nordosten des Landkreises. Betroffen waren auch die Gemeinden Bergkirchen, Markt Indersdorf, Röhrmoos, Schwabhausen und Sulzemoos, doch die Gemeindegebiete von Petershausen, Vierkirchen und Weichs erwischte es besonders schlimm. Die Ortsdurchfahrten von Weichs und Asbach (Gemeinde Petershausen) waren zeitweise überflutet und nicht mehr passierbar, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte. Bis nach Mitternacht pumpten Einsatzkräfte der Feuerwehr im Petershausener Ortsteil Glonnbercha voll gelaufene Keller aus, die später mit Sandsäcken gesichert wurden. Allein in Petershausen musste die Feuerwehr mehr als 40 Einsätze bewältigen. In Kollbach sah es nach dem Unwetter wie im Winter aus: Der Hagel überzog Straßen und Gärten mit einer weißen Schicht.

In Dachau wütete der Sturm nicht so schlimm. Die Unterführung in der Erich-Ollenhauer-Straße war kurzzeitig überflutet, weil die Einlaufschächte die großen Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnten. Außerdem musste die Feuerwehr den Keller eines Kindergartens in der Ludwig-Thoma-Straße auspumpen. Dass das Unwetter regional sehr unterschiedlich ausfiel, bestätigte auch Anton Kreitmair, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes. Hagelschäden auf den Feldern habe es wohl in Weichs, Pasenbach, Bergkirchen und Bachern gegeben. In der Regel seien die Landwirte dagegen versichert.

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