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Markt Indersdorf:Zu wenige Kinderbetreuungsplätze

Kindertagesstätte

Einige Kinder müssen in Niederroth betreut werden.

(Foto: dpa/Monika Skolimowska)

Markt Indersdorf muss eine temporäre Überbelegung für Kitas beim Landratsamt beantragen

Von Jacqueline Lang, Markt Indersdorf

In Markt Indersdorf sind insgesamt 672 Kindertageseinrichtungsplätze vorhanden. Davon sind im Kindergarten Sankt Vinzenz 128 Plätze, im Elterninitiativkindergarten Biberbande e. V. 25 Plätze, im Waldkindergarten Indersdorf "Die Eichhörnchenbande" e. V. 20 Plätze und in den vier gemeindlichen Kindertageseinrichtungen insgesamt 499 Plätze. Was zunächst nach viel klingt, ist laut einem Bericht von Renate Krämer, Fachgebietsleiterin Kindertageseinrichtungen, schon jetzt nicht mehr genug, um alle Kinder unterzubringen, die ab Herbst Anspruch auf einen Platz haben "Man sieht, wie der Bedarf steigt", fasst es Krämer gleich zu Beginn ihres Vortrags für die Indersdorfer Gemeinderäte zusammen.

Die Zahlen sprechen für sich: Im Haus für Kinder können etwa im Altersbereich eins, der Kleinkinder und Babys ab einem Alter von neun Wochen umfasst, nicht alle untergebracht werden. Den Eltern müssen daher laut Krämer Plätze in den neuen Gruppen in Niederroth angeboten werden. Auch im Schulkinderbereich fehlen demnach 14 Plätze. Man werde, so Krämer, eine temporäre Überbelegung von 20 Kindern im Landratsamt beantragen, "da erfahrungsgemäß immer noch mit Zuzügen im Schulkinderbereich zu rechnen ist". Für Schulkinder stünden in der Mittagsbetreuung 75 Plätze zur Verfügung, derzeit liegen 80 Anmeldungen vor.

Im Sankt Vinzenz konnten alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Die Plätze im Elterninitiativkindergarten Biberbande sind alle belegt. Auch Waldkindergartenplätze sind in diesem Jahr keine mehr frei. Im Kindergarten Langenpettenbach können alle angemeldeten Kinder untergebracht werden, es besteht aber noch eine Warteliste mit vier Kindern, die später im Kindergartenjahr einen Platz benötigen. Diese Plätze werden laut Krämer voraussichtlich entstehen, sobald jüngere Kinder das dritte Lebensjahr vollenden und damit nur noch einen Platz beanspruchen. Kinder unter drei Jahren belegen nämlich aufgrund des erhöhten Betreuungsbedarfs zwei statt nur einen Gruppenplatz.

Die Plätze im Kindergarten Niederroth werden in diesem Jahr laut Krämer um zwei weitere Gruppen aufgestockt, sodass alle vorliegenden Anmeldungen berücksichtigt und Überhänge von anderen Kindergärten ausgeglichen werden können. Auch in der Kinderkrippe Niederroth können demnach alle Anmeldungen bis Dezember 2021 berücksichtigt werden. Kinder die erst Anfang 2022 betreut werden sollen, werden zunächst auf einer Warteliste geführt.

Im Kindergarten Regenbogenland sind schon jetzt alle 50 Plätze belegt, dabei wurden Überhänge in die neu geschaffenen Gruppen nach Niederroth umgeleitet. In der Kinderkrippe Sankt Vinzenz reichen die vorhanden freien Plätze ebenfalls nicht aus. Wie Renate Krämer den Gemeinderäten erläuterte, wurde vereinbart, dass alle Kinder, die eine Absage erhalten haben, der Gemeinde mitgeteilt werden, um eine anderweitige Betreuung für sie zu finden.

© SZ vom 04.06.2021
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