Das größte Bauvorhaben seit Jahren, das die Marktgemeinde Indersdorf anpackt, ist ein Riesen-Haus für Kinder. Rund 13,5 Millionen Euro wird der Neubau kosten und einmal Platz für 252 Kinder bieten, vom Kindergarten- bis zum Grundschulkind. Baubeginn ist laut Plan im kommenden Juni, 2028 soll das Gebäude bezugsfertig sein.
Vier Stockwerke hoch wird das neue Kita-Haus und damit ein architektonisch markanter Punkt im Viertel. Sobald es steht, folgt der Abriss des Diova-Gebäudes. Dieses war einst ein Wirtschaftsgebäude des Klosters Indersdorf und diente später als Landfrauenschule. Derzeit ist dort noch ein Kindergarten untergebracht. An seiner Stelle werden später, wenn der Neubau fertig ist, die Außen und Freiflächen von Mittagsbetreuung und Hort liegen.

Von den 252 Betreuungsplätzen, die in dem Neubau entstehen, entfallen jeweils 126 Plätze auf den Kindergarten- und den Hortbereich. Das unterste Geschoss wird teilweise in den Hang gebaut, hat aber Tageslicht und kann zur Gartenseite hin ebenerdig betreten werden.
Bis auf den Keller und die Treppenhäuser ist das komplette Gebäude in Holzständerbauweise geplant. Ein besonderes Augenmerk der Architekten liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeinsparung. Durch den Einsatz von Verschattungselementen und großzügigen Fensteröffnungen soll das Gebäude ohne mechanische Lüftungsanlage auskommen und dennoch ein angenehmes Raumklima bieten.
Die räumlich beengte Situation am Wittelsbacher Ring löste das beauftragte Münchner Architekturbüro Hrycyk mit dem kompakten vierstöckigen Holzbau. Schon seit Jahren ist es stets knapp gewesen bei der Kinderbetreuung in Markt Indersdorf. Die Situation wird sich weiter verschärfen, denn seit diesem Jahr gibt es einen Rechtsanspruch bei Grundschulkindern auf ganztägige Betreuung.


Räumlich rückt der Neubau nahe an das bestehende Diova-Gebäude heran, er entsteht zu einem großen Teil auf der derzeitigen Spielfläche des Kindergartens. Die spätere Freifläche, vor allem für den neuen Kindergarten, wird der jetzige Parkplatz neben dem Diova-Haus.
Erster Schritt wird es noch vor Baubeginn deshalb sein, alternative Parkplätze zu schaffen. Dafür soll der bestehende Parkplatz an der Schulturnhalle erweitert werden. Was die Finanzierung anbelangt, so rechnet die Marktgemeinde mit einer staatlichen Förderung von rund 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Den Rest wird man über einen Kredit finanzieren.

