Alarmierung am Samstag:Suchhund findet Vermissten

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Alarmierung am Samstag: Erfolgreiches Team: Hundeführer Karl-Michael Brand aus Dachau mit seinem Mischlingsrüden Watson.

Erfolgreiches Team: Hundeführer Karl-Michael Brand aus Dachau mit seinem Mischlingsrüden Watson.

(Foto: privat)

Mischlingsrüde Watson und sein Herrchen Karl-Michael Brand von der Malteser Rettungshundestaffel sind erfolgreich.

Von Ariane Lindenbach, Fürstenfeldbruck

Erfolgreicher Abschluss einer Vermisstensuche: Der vierjährige Mischlingsrüde Watson hat am Samstag eine Person an der Amper aufgespürt, die nicht einmal drei Stunden zuvor von der KBO-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Fürstenfeldbruck als vermisst gemeldet worden war. Um 15.54 Uhr wurde die Malteser Rettungshundestaffel Dachau gemeinsam mit der Rettungshundestaffel der DLRG Starnberg von der Integrierten Leitstelle zu einer Vermisstensuche in das KBO-Klinikum Fürstenfeldbruck gerufen. Wie Thomas Rapp, Kreisgeschäftsführer der Malteser, mitteilt, trafen die beiden Teams mit insgesamt acht Hunden ein; diese werden nacheinander auf die Spur der aufzuspürenden Person angesetzt. Der nachfolgende Mantrailer - so heißen die im Aufspüren von Personen ausgebildeten Hunde - setzt seine Arbeit dort fort, wo sein Vorgänger geendet hat.

Am Samstag kamen nur zwei Hunde zum Einsatz, berichtet Rapp. Watson, ein Riesenschnauzer-Ducktail-Retriever-Mix, ist zwar erst vier Jahre alt, hat aber schon als Mantrailer Erfahrung, seit er drei Monate alt ist. Sein Herrchen, Karl-Michael Brand, ist nicht nur Koordinator der Rettungshundestaffel Dachau, sondern auch ihr Gründer. Brand und Watson, ein eingespieltes Team also, spürten die vermisste Person knapp drei Stunden nach Eingang des Notrufes etwa 2,5 Kilometer entfernt von der Klinik im Innenstadtbereich an der Amper auf.

Seit eineinhalb Jahren ist Watson einer von acht geprüften Rettungshunden der Kategorie "Mantrailing" bei der Malteser Hundestaffel Dachau. "Beim Mantrailing geht es - anders als bei der Flächensuche - für die Hunde gezielt darum, eine bestimmte Person anhand ihres Individualgeruchs zu finden," erklärt Karl-Michael Brand. "Im Schnitt werden wir zwischen 40 und 60 Mal im Jahr alarmiert." Das Einsatzgebiet sind dabei in erster Linie die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Landsberg sowie der Großraum München. Aber in Ernstfällen können auch die Leitstellenbereiche Schwaben-Nord und Oberbayern-Süd auf die Rettungshundestaffel Dachau zurückgreifen.

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