Märtyrer von Dachau Andenken wahren

Die Seligsprechung von Pater Richard Henkes steht bevor

Die 57. Seligsprechung eines Märtyrers aus dem Priesterblock des KZ Dachau steht bevor, das teilt der Verein Selige Märtyrer von Dachau mit. Die Unterzeichnung des Dekretes der Anerkennung des Martyriums von Pallottinerpater Richard Henkes (1900 - 1945) durch Papst Franziskus Ende Dezember habe dies ermöglicht. Henkes letzte Wirkungsstätte vor der Inhaftierung war Strandorf, das heutige Strahovice in Tschechien. Er war ein entschiedener Gegner des Naziregimes. Er prangerte die Tötung Unschuldiger durch das Euthanasieprogramm öffentlich an. Vom 10. Juli 1943 an war er im KZ Dachau inhaftiert, wo er sich auch um tschechische Häftlinge kümmerte. Nach Ausbruch einer Typhusepidemie Ende 1944 ließ er sich freiwillig im betroffenen Block 17 einschließen und versorgte dort die Kranken und Sterbenden. Dabei infizierte er sich selbst und starb am 22. Februar 1945. Auch die tschechische Bischofskonferenz setzte sich für das Seligsprechungsverfahren ein. Stattfinden wird sie in Limburg, vermutlich in der zweiten Jahreshälfte 2019. Der Verein Selige Märtyrer von Dachau bemüht sich um die Verbreitung und Erhaltung des Andenkens der christlichen Märtyrer des KZ Dachau.