Lebendiger Treffpunkt Der Befürworter

Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe, CSU.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Bürgermeister Stefan Kolbe freut sich über mehr Einzelhandel

Eine seiner ersten Amtshandlungen als Bürgermeister war der Spatenstich zur Neuen Mitte. Damals ahnte Stefan Kolbe (CSU), noch nicht, wie viel Ärger er mit dem Projekt haben würde.

"Ich war mit dem Thema Neue Mitte schon als Geschäftsleiter unter Fritz Nustede befasst. Nach meiner Wahl zum Bürgermeister ging ich davon aus, dass das Projekt mit den Hamburgern weiterlaufen würde. Als sie 2009 sagten, sie stellen die Arbeiten ein, war das für mich als frisch gewählten Bürgermeister eine unerfreuliche und schwierige Geschichte. Es dauerte einige Zeit, bis sich ein neuer Investor fand, der bereit war, den Preis für das Grundstück zu zahlen. Es gab neue Gedanken, neue Planungen und wieder einige Schwierigkeiten bis hin zum Bürgerentscheid. Erfreulicherweise konnten wir viele Karlsfelder zur Abstimmung bewegen und haben den Entscheid auch gewonnen, so dass wir heute das Ergebnis sehen.

Die Gebäude stehen, die Einkaufsmärkte werden kommen. Es wurden viele Varianten diskutiert, aber man darf nicht vergessen, dass die Hochspannungsleitung der Bahn über das Grundstück führt, das hat die Planungen erschwert. Natürlich haben wir dort jetzt eine sehr dichte Bebauung, aber man muss auch über den Tellerrand hinausschauen: Wir haben einen enormen Druck auf dem Wohnungsmarkt, und dass wir im Zentrum jetzt Wohnungen bekommen, ist auch der Gesamtsituation in der Region geschuldet. Richtig freuen werde ich mich erst, wenn die Geschäfte eröffnet haben und wenn man sieht: Wie nehmen die Menschen den Platz an? Einkaufen hat im zentralen Bereich entlang der B 304 schon einen gewissen Stellenwert, und mit der Ergänzung um einen Aldi, eine Edeka und hoffentlich noch einen Drogisten wird dieses Angebot noch einmal bereichert.

Ich wünsche mir, dass es mit den Geschäften, mit der Gastronomie und dem Einzelhandel gut funktioniert und der zentrale Platz ein lebendiger Treffpunkt wird. Das hängt auch von den Bürgern ab. Für die Gemeinde ist die Entwicklung der Ortsmitte eine jahrzehntelange Geschichte, die nun hoffentlich gut zu Ende geht."