bedeckt München 24°

Landratsamt:Alte Bäume am Karlsfelder See werden gefällt

Schon 2014 fielen dort 35 kranke Bäume der Kettensäge zum Opfer.

Im Sommer vergangenen Jahres ließ das Landratsamt 35 erkrankte Bäume rund um den Karlsfelder See fällen, vor allem Pappeln und Weiden. Die Aufregung war groß: Naturschützer und Bürger kritisierten die Aktion als übertrieben und unnötig. Nun werden weitere stattliche Bäume rund um den See der Kettensäge zum Opfer fallen. Einige Stämme sind bereits mit einer roten Markierung versehen, und zum Unmut einer Bürgerin, die sich gleich deswegen an das Landratsamt gewandt hat, sind es "schon wieder erschreckend viele schöne, alte Bäume". Nach Auskunft der Behörde weisen alle markierten Bäume Auffälligkeiten auf wie Totholz oder Pilzbefall, sie müssen nun näher untersucht werden. "Es werden sicherlich auch Fällungen nötig", heißt es in der Auskunft von Landrat Stefan Löwl (CSU). Wie viele Bäume gefällt werden, stehe noch nicht fest. Das Landratsamt stimmt sich mit der Gemeinde Karlsfeld ab, dem Erholungsflächenverein, der Orts- und Kreisgruppe des Bunds Naturschutz sowie Fachleuten. Sobald Ergebnisse vorlägen, würden diese bekannt gegeben, verspricht der Landrat.

Das Erholungsgebiet Karlsfelder See wurde in den Sechziger- und Siebziger Jahren angelegt. Ein Teil des damals eingesetzten Baumbestandes erreicht laut Landratsamt nun ein kritisches Alter; nicht alle Baumarten werden hundert Jahre und älter. "Aus diesem Grund wird in den nächsten Jahren ein sukzessiver Umbau im Baumbestand erfolgen müssen und sich das gewohnte Erscheinungsbild des Erholungsgebietes verändern", schreibt Löwl. "Das hat es in den vergangenen Jahrzehnten gegeben und wird es auch künftig immer mal wieder geben."