Landkreis:Gegen Verödung der Innenstädte

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Landkreis und Stadt unterstützen Projekt für örtlichen Online-Handel

Dachau - Für das Projekt "Digitale Einkaufsstadt Bayern" des Wirtschaftsministeriums können sich Städte und Werbegemeinschaften bewerben, die "mit innovativen Maßnahmen die Attraktivität und Funktionalität der Innenstädte und der ländlichen Regionen als Handelsstandorte fördern sowie die Versorgung der Bevölkerung insbesondere in ländlichen Gebieten durch innovative Konzepte verbessern". Auch der Verein "Dachau handelt", der sich zu Beginn der Pandemie gegründet hat, will durch die Teilnahme an dem Projekt den regionalen Handel im Dachauer Land stärken. Finanzielle Unterstützung bekommt er dafür nun auch vom Landkreis.

Geplant ist, lokale Händler und Gewerbetreibende "ins Netz zu bringen" und fit zu machen für die "digitale Einkaufswelt". Der Verein will "bedarfsorientiert und individuell" mit den Händlern zusammenarbeiten. Helfen sollen dabei kostenlose Analyse- und Strategie-Workshops. Kostenpunkt für das Projekt, das auf zwei Jahre angelegt ist: 80 000 Euro. 50 Prozent und damit 40 000 Euro werden durch die Regierung von Oberbayern gefördert, weitere 20 000 Euro übernimmt die Stadt Dachau. Eine Summe von 20 000 Euro, verteilt auf die Jahre 2022 und 2023, haben nun auch die Kreisrätinnen und Kreisräte zugesichert - gegen die Stimmen der CSU-Fraktion.

Wirtschaftsförderer Johann Liebl warb im Schul- und Kreisausschuss für das Projekt. Er sagte, es gehe darum, einer Verödung der Stadt- und Gemeindezentren entgegenzuwirken und den lokalen Handeln stärken - gerade in diesen schwierigen Zeiten. Stefan Kolbe, Fraktionssprecher der CSU, hielt dagegen, dass es sich sicherlich um ein "schönes und tolles" Projekt handle, aber in Anbetracht der Haushaltslage müsse man lernen, bei freiwilligen Leistungen "auch mal Nein zu sagen". Marese Hoffmann indes bekundete die "deutliche Zustimmung" der Grünen-Fraktion. Man könne nicht ständig davon reden, wie wichtig Regionalität ist" und dann ein solches Projekt nicht unterstützen. Letztlich stimmten die Kreisrätinnen und Kreisräte mit einer knappen Mehrheit von acht zu sechs für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

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