KZ-Gedenkstätte Dachau:Auszeichnung für Hammermann

Gabriele Hammermann, 2020

Die Historikerin und Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Gabriele Hammermann.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Die Leiterin der KZ-Gedenkstätte erhält Bayerischen Verdienstorden

Mit großer Freude hat die KZ-Gedenkstätte Dachau die Nachricht erreicht, dass Gabriele Hammermann, die Leiterin der Gedenkstätte, mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet wird. "Ich fühle mich sehr geehrt über diese besondere Auszeichnung. Sie ist eine Bestätigung der wichtigen Arbeit, die wir an der KZ-Gedenkstätte leisten, und zeigt, dass dieser auch künftig ein hoher Stellenwert zukommt, um die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes aufrechtzuerhalten", äußert sich Hammermann zu der Auszeichnung. In den vergangenen Jahren habe man bereits viele bedeutsame Projekte und Entwicklungen vorangebracht, um die KZ-Gedenkstätte Dachau zu einer zukunftsfähigen Einrichtung zu entwickeln. Die größte Herausforderung sei derzeit die Neugestaltung der Gedenkstätte. Von Bedeutung sei aber auch der neue Dokumentarfilm, der am 20. Juli seine Premiere feiert.

"Vor allem im Bereich der Digitalisierung haben wir viele neue und spannende Formate, Seminare und Bildungsangebote auf den Weg gebracht", freut sich Hammermann. Die pädagogische Abteilung habe mit kreativen Ideen und Konzepten den Lernort KZ-Gedenkstätte Dachau im virtuellen Raum erfahrbar gemacht. So habe man die lange Zeit der Corona-bedingten Schließung sinnvoll überbrücken und die Gedenkstätte allen Interessierten digital zugänglich machen können. Die Einführung der digitalen Zeitzeugengespräche mit Abba Naor und Peter Johann Gardosch, die vor allem Schülerinnen und Schülern auch auf diese Art ihre Geschichte weitergeben konnten, sei ebenfalls auf großes Interesse gestoßen.

Hammermann leitet seit die KZ-Gedenkstätte Dachau seit zwölf Jahren. Sie studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Soziologie an den Universitäten München und Trier und arbeitete in den Jahren von 1989 bis 1990 dank eines Forschungsstipendiums am Deutschen Historischen Institut in Rom. Ab dem Jahr 1996 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gedenkstätte Buchenwald tätig. 1997 wurde sie stellvertretende Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, 2009 übernahm sie die Leitung.

© SZ vom 09.07.2021 / SZ
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