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Kunst:Pause im Wasserturm

Dachauer Förderverein sagt alle Ausstellungen bis September ab

Der Vorstand des Fördervereins Dachauer Wasserturm beschlossen, alle Veranstaltungen bis einschließlich 31. August abzusagen. Im Wasserturm in direkter Nachbarschaft zum Schloss Dachau werden normalerweise jedes Jahr zahlreiche Ausstellungen gezeigt. Angesichts der unsicheren Aussichten haben sich manche der Aussteller aus organisatorischen Gründen von sich aus abgesagt, teilt der Verein mit; die übrigen können ihre Ausstellungen, wenn sie möchten, ins nächste Jahr verschieben und werden im Terminplan bevorzugt berücksichtigt. "Es ist ja doch immer ein erheblicher Aufwand mit der guten Vorbereitung einer hochwertigen Ausstellung verbunden, den man bei dem derzeitigen Risiko dann nicht einfach in den Wind schreiben will, insbesondere, wenn auch Gruppen von Künstlern involviert sind, die sich gegenseitig auch noch abstimmen wollen", schreibt Gerhard Niedermair in einer Pressemitteilung des Fördervereins. Im Vorfeld habe man sich eng mit den Dachauer Museen abgestimmt.

"Es ist im Vorstand des Fördervereins nach langer und ausführlicher Diskussion allerdings auch deutlich geworden, dass die örtlichen Bedingungen im Wasserturm noch erheblich schwieriger sind als dies in den öffentlichen Museen und Galerien der Fall ist und von daher die Abstands- und Hygiene-Vorschriften noch weitaus schwerer einzuhalten und zu kontrollieren sind. Ein schlüssiges Hygiene- und Abstandskonzept müsste unter anderem auch eine Regelung für den engen, langen Treppenaufgang einschliessen, in dem sich demnach keine Personen begegnen dürften. Von den beliebten Vernissagen müsste ohnehin in jedem Fall Abstand genommen werden." Bei einem späteren Treffen will der Verein die Lage erneut zu beurteilen und das weitere Vorgehen ab September beschließen.

© SZ vom 20.05.2020 / SZ

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