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Kunst:Farben, Zwerge, Amazonen

Digitales Kultur-Kursangebot der Volkshochschule Schwabhausen

Die Volkshochschule Schwabhausen (VHS) weist auf ihre virtuellen Kulturthemen im März hin. "Trotz aller Freude über die ermutigende Entwicklung der Pandemiezahlen bleibt weiterhin Vorsicht geboten, natürlich auch mit Präsenzveranstaltungen." Daher werden folgende Kurse online angeboten.

"Amazonen!? - Frauenbilder in der Münchner Kunst" ist das Thema bei Georg Reichlmayr am Mittwoch, 3. März, von 19 bis 20 Uhr: Amazonen, Walküren, Göttinnen, Lustobjekte und Poker im Spiel der politischen Mächte: Es geht um Frauenbilder von der griechischen Klassik bis zur Moderne und darum, was sie uns heute noch zu sagen haben. Der virtuelle Vortrag beschreibt unterschiedliche Aspekte und die Bedeutungsebenen mancher Werke. Und es sind ganz sicher einige sehr starke Frauen dabei.

"Ein Aufbruch zu schwingenden Zeiten mit Farbexplosion - Schwabing und der Jugendstil" steht bei Grit Ranft am Sonntag, 14. März, von 18.30 bis 19.30 Uhr auf dem Programm. Zwischen den fantastischen Jugendstilfassaden der Schwabinger Seitenstraßen lässt es sich hervorragend in die Zeit abtauchen, in der sich die Sehnsucht nach etwas Neuem Bahn bricht. Doch was trieb die Street-Art-Künstler von damals an, derartig farbenprächtige Gegenentwürfe zu der seit Jahrzehnten bewährten monumentalen Bauweise der Innenstadt zu entwickeln? Wie kommt der neue Stil überhaupt zu seinem Namen? Und woran erkennt man ein typisches Jugendstilgebäude?

Im Kurs "Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn..." von Georg Reichlmayr geht es am Mittwoch, 24. März, von 19 bis 20 Uhr um Meisterwerke der Sammlung Schack. Erlkönig und Loreley, Rübezahl und Zwerge, Drachen und Furien: Fabelwesen und Märchengestalten entführen in die Kunstwelten des 19. Jahrhunderts. Adolf Friedrich Graf von Schack war einer der bedeutendsten privaten Kunstsammler Münchens ab 1855. Zu seiner Sammlung zählen Meisterwerke der deutschen Romantik von Carl Spitzweg, Moritz von Schwind, Leo von Klenze und Carl Rottmann. Als Mäzen Franz von Lenbachs und Arnold Böcklins erwarb Schack einige der Hauptwerke dieser Künstler, die bis heute zum Bestand der namhaften Galerie zählen.

Beitrag pro Kurs: zehn Euro.

© SZ vom 27.02.2021 / SZ
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