Kommunalwahl Stefan Kolbe will wieder Bürgermeister werden

Der Rückhalt in seiner Partei freut Stefan Kolbe sehr und er gibt auch gleich das Ziel der CSU aus: "15 plus Bürgermeister". Der Wahlkampf hat begonnen.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Karlsfelder CSU votiert einstimmig für Stefan Kolbe, den Bürgermeister. Die Gemeinderäte Wolfgang Offenbeck, Holger Linde und Wolfgang Mühlich treten nicht mehr an.

Von Christiane Bracht, Karlsfeld

Stefan Kolbe strahlt. Er ist die unangefochtene Nummer eins der Karlsfelder CSU. Seine Parteifreunde haben den 54-jährigen Rathauschef jetzt erneut einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Mehr Rückhalt in den eigenen Reihen kann man nicht haben. Seit 2008 übt Kolbe das Bürgermeisteramt aus. Man wolle, dass die gute Entwicklung Karlsfelds weitergehe, erklärte Stefan Handl, Zweiter Bürgermeister. Und so beginnt die Kandidatenliste der Christsozialen für die Kommunalwahl 2020 genauso wie vor sechs Jahren. Doch sie birgt auch Überraschungen. Die langjährigen Gemeinderäte Wolfgang Offenbeck, Holger Linde und Wolfgang Mühlich treten nicht mehr an.

Neu ist auch, dass der Gemeinderat größer wird. Bislang zählte das Plenum 24 Vertreter, künftig werden es 30 sein. Grund ist die rasant gestiegene Einwohnerzahl Karlsfelds. Von 20 000 Bürgern an erhöht sich die Zahl der Gemeinderäte.

Auch der Präsident des TSV Eintracht Karlsfeld kandidiert für die CSU

Unter den Kandidaten der CSU sind im Ort bekannte Persönlichkeiten, zum Beispiel der Präsident des TSV Eintracht Karlsfeld, Rüdiger Meyer. Er ist tief im Ort verwurzelt und tritt auf Platz neun an. Michele Fezzuoglio, der Hauptinitiator der Städtepartnerschaft mit Muro Lucano und Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, wird auf Platz 15 für die CSU kandidieren. Stolz sind die Christsozialen auch darauf, dass sie den Vorsitzenden der Unternehmergemeinschaft EUG, Michael Gold, für sich gewinnen konnten. Er ist zwar kein Parteimitglied. Aber wie in den Jahren zuvor hat die CSU ihre Liste auch für parteinahe Personen geöffnet.

Etwa ein Viertel der Kandidaten stammen nicht aus den Reihen der Schwarzen. Froh ist man übrigens auch, Volker Knittel als Kandidat auf der Liste zu haben. Er ist als Vizepräsident des Europäischen Wirtschaftsforums ausgewiesener Wirtschaftsfachmann und hat beste Kontakte in die hohe Politik. Ebenso wie von Andreas Froschmayer, der bereits seit einigen Jahren im Gemeinderat sitzt, erhoffen sich die Parteifreunde von Knittel wirtschaftspolitische Impulse.

Auch Doris Radons, Konrektorin der Karlsfelder Mittelschule, kandidiert, auf Platz 17 der Liste. Mit ihr und Ursula Weber (Platz vier) fühlt sich die CSU schulpolitisch gut aufgestellt. "Es sind Kandidaten aus allen Feldern der Gesellschaft und allen Teilen Karlsfelds vertreten", freut sich der Fraktionsvorsitzende Bernd Wanka. Er bedauert lediglich, dass es der Partei nicht gelungen ist, mehr Frauen zu aktivieren. Gerade mal acht haben sich bereit erklärt. Die Hälfte ist im hintersten Drittel der Liste zu finden.