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Kommunalwahl in Odelzhausen:Elf neue Mitglieder im Gemeinderat

Von Horst Kramer, Odelzhausen

Die Freude des Odelzhausener Bürgermeisters Markus Trinkl (parteifrei) wirkt noch am Montag nach. Kein Wunder bei einem Traumergebnis von 91,2 Prozent der Stimmen, die ihn in seinem Amt bestätigt haben. Aber einen Tag nach der Kommunalwahl am Sonntag wächst auch Trinkls Neugierde, was die nächste, sechs Jahre dauernde Amtszeit alles bringen wird - denn der Gemeinderat wurde in den Wahlen kräftig durchgemischt, außerdem von 16 auf 20 Sitze erweitert. Das neue Gremium wird elf neue Mitglieder haben, darunter auch Dietmar Renner von der rechtspopulistischen AfD, die in der Gemeinde eine Hochburg hat. Auch die CSU hat Grund zur Freude: Sie besetzt nun sieben Sitze, hat zwei dazugewonnen. Die Freie-Wähler-Fraktion umfasst weiter fünf Mandate, die BGO ist um zwei auf sechs Mitglieder angewachsen. Die SPD dagegen verlor einen Sitz und hat nur noch einen Gemeinderat, den 22-jährigen Veith Winkler.

Zu den Überraschungen zählt, dass die bisherige SPD-Gemeinderätin Brigitte Inderst nicht mehr den Sprung das Gremium schaffte. Und die renommierte Kulturmanagerin und Grünen-Kreisrätin Ursel Kohn rutschte auf der BGO-Liste von Platz drei auf Platz sieben ab. Abzusehen war hingegen, dass der Gemeinderat Willi Wegele (FW) nicht mehr im Gemeinderat vertreten ist - der Arzt hatte sich mit Bedacht auf den letzten Listenplatz setzen lassen. Trinkl, 37, freut sich, dass der Altersdurchschnitt deutlich gesunken ist: "Es sind jetzt deutlich mehr Menschen im Alter zwischen 35 und 50 Jahren im Rat als bisher." Ganz besonders freut ihn, dass Manuela Brandhofer, 27, auch einmal eine junge Frau den Ort vertritt. Der Frauenanteil ist indes gesunken: Insgesamt werden nur noch vier Frauen statt fünf in der Gemeindepolitik mitmischen. Neben Manuela Brandhofer sind das die wiedergewählte Elisabeth Kappes sowie die neu gewählten Maria Winkler und Angelika Aigner - alle für die BGO, alle drei kandidierten auch auf der ÖDP-Kreistagsliste.

Bürgermeister Markus Trinkl ist gespannt auf die künftige Zusammenarbeit: "Bei allen elf Neulingen muss man sehen, wie sie sich einbringen und ob sie willens und in der Lage sind, lösungsorientiert mitzuarbeiten."

© SZ vom 17.03.2020

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