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Kommunalwahl in Haimhausen:Zuhören, was die Bürger bewegt

ÜWG Haimhausen nominiert Gemeinderatskandidaten

Die Parteien und politischen Gruppierungen in Haimhausen bringen sich für die Kommunalwahl 2020 in Stellung. Nach CSU, Bürgerstimme, SPD und Grünen hat nun auch die Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜWG) Haimhausen am Wochenende ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 15. März 2020 aufgestellt. Die ÜWG, die derzeit mit zwei Sitzen im Haimhausener Gemeinderat vertreten ist und mit Angelika Goldfuß die Dritte Bürgermeisterin stellt, präsentiert 14 Kandidaten, die sich um ein Gemeinderatsmandat bewerben. Im Haimhausener Gemeinderat sind 20 Sitze zu vergeben. Die fehlenden sechs Kandidaten werden durch Doppelnennungen auf den Plätzen eins bis sechs aufgefüllt. Auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichtet die ÜWG ausdrücklich. Vorsitzende Christina Meckel: "Wir halten uns raus und geben auch keine Empfehlung ab. Wir sind neutral."

In einer kurzen Bilanz sprach Christina Meckel von "bewegten Zeiten", die die ÜWG hinter sich habe und in denen man "viel durchmachen musste". Da sei der Tod von Gemeinderatsmitglied Theo Thönnissen gewesen, was "ein großer Verlust für uns ist", sagte Meckel. Die ÜWG wolle ganz im Sinne Theo Thönnissens weitermachen. Für die ÜWG heißt das, genau zuzuhören, "was die Bürger bewegt". Dies wolle man mitnehmen für die nächste Wahl.

Der Wechsel des bis vor kurzem noch zur Bürgerstimme Haimhausen gehörenden Gemeinderats Josef Brandmair zur ÜWG wurde begrüßt. "Wir freuen uns, dass du jetzt bei uns bist", sagte Vorsitzende Meckel. Brandmair werde bis zum Ende der Legislaturperiode als parteifreies Mitglied dem Gremium angehören. Brandmair erläuterte auf der Aufstellungsversammlung auch die Gründe, die ihn zum Wechsel von der Bürgerstimme zur ÜWG bewogen hätten. Dort habe es Dinge gegeben, die er nicht mittragen könne. Zum Beispiel die negative Haltung der Bürgerstimme zu Baulandausweisungen. "Denn dann wird bald nichts mehr gebaut." Das Thema Ortsentwicklung stand auch im Mittelpunkt einer kleineren Debatte bei der Listenaufstellung. Ulrike Thönnissen sagte, dass es in dieser Hinsicht in Haimhausen "etwas unübersichtlich" geworden sei. Angelika Goldfuß befürwortete eine gemeindliche Grundstücksbevorratung. Goldfuß: "Die Gemeinde braucht eigenen Grund, um Einnahmen generieren zu können." Willi Welshofer, der die Grünen verlassen hat und ebenfalls zur ÜWG gewechselt ist, sprach sich dafür aus, Neubürger zu integrieren, auch durch den Erwerb von günstigem Wohneigentum. Christina Meckel sagte, die Entwicklung der Gemeinde müsse "überschaubar bleiben" und dürfe "nicht explosionsartig wachsen".