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Kommunalwahl in Dachau:Podiumsdiskussion mit OB-Kandidaten

Podiumsdiskussion Dachau Kommunalwahl 2020

Die fünf OB-Kandidaten nehmen an der SZ-Podiumsdiskussion in Dachau teil.

(Foto: Grafik: Niels P. Joergensen)

Auf einer Podiumsdiskussion der SZ Dachau am 6. März im Thoma-Haus stehen die Oberbürgermeisterkandidaten Rede und Antwort.

Von Thomas Radlmaier, Dachau

++++Update Freitag, 6. März, 9.30 Uhr; in eigener Sache+++ Nach längerer Überlegung und in Abstimmung mit der Stadt Dachau hat sich die SZ Dachau dazu entschlossen, die Podiumsdiskussion an diesem Freitag, 6. März, mit den fünf Oberbürgermeisterkandidaten im Thoma-Haus abzusagen. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der derzeitigen Coronavirus-Lage. Auch die Stadt Dachau schickt an diesem Freitag mehrere Mitarbeiter nach Hause, die sich im Risikogebiet Südtirol aufgehalten haben, um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken.

Dachau entwickelt sich rasant. In der Großen Kreisstadt wohnen heute 6000 Menschen mehr als noch vor etwas mehr als zehn Jahren. Doch wie viel Wachstum verträgt Dachau wirklich? Wie will die Politik einen drohenden Verkehrskollaps verhindern? Wie soll Leben in Dachau bezahlbar bleiben bei steigenden Mieten und Grundstückspreisen? Und welchen Beitrag muss die Stadt zum Klimaschutz leisten?

Die SZ Dachau stellt diese und noch viele weitere Fragen am Freitag, 6. März, bei einer Podiumsdiskussion im Ludwig-Thoma-Haus mit den Dachauer Oberbürgermeisterkandidaten: Florian Hartmann (SPD), Peter Strauch (CSU), Peter Gampenrieder (ÜB), Wolfgang Moll (Wir) und Markus Erhorn (FWD).

Visionen für Dachau

Die fünf Politiker stehen auf dem Podium Rede und Antwort. Sie zeigen, worin sie sich politisch unterscheiden und welche Visionen sie für das Dachau der Zukunft haben. Helmut Zeller, Redaktionsleiter der SZ Dachau, führt als Moderator durch den Abend. Die Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Kommunalwahl 2020 findet am 15. März statt. Sie gilt als die komplizierteste Wahl Bayerns. Gleichwohl ist die Wahl des Oberbürgermeisters relativ einfach: Jeder Wähler hat eine Stimme und kann sie einem Kandidaten geben. Der Bewerber, der die meisten Stimmen bekommt, gewinnt. Erhält allerdings kein Kandidat im ersten Wahlgang mindestens die Hälfte aller Stimmen, treten die beiden bestplatzierten Kandidaten zwei Wochen später, am 29. März, in einer Stichwahl gegeneinander an.

In Dachau will Amtsinhaber Florian Hartmann (SPD) seinen Posten verteidigen. Er zwang bei der Kommunalwahl 2014 seinen Vorgänger Peter Bürgel (CSU) nach zwölf Jahren völlig überraschend in die Stichwahl und ging daraus als Sieger hervor. Damals eine Sensation: Hartmann war mit 27 Jahren der jüngste Oberbürgermeister Deutschlands. Jetzt, sechs Jahre später geht der 33-Jährige als fast überparteilicher Kandidat ins Rennen. Neben seiner Partei, der SPD, haben ihn auch das Bündnis für Dachau und die Grünen zu ihrem Oberbürgermeisterkandidaten gekürt. Gemeinsam wollen sie den eingeschlagenen Weg der vergangenen sechs Jahre fortführen.

Die vier Herausforderer

Dem gegenüber stehen vier Herausforderer aus dem bürgerlich-konservativen Lager. Peter Strauch, Oberbürgermeisterkandidat der CSU, präsentiert sich als Kandidat der "Mitte" und wirft dem amtierenden OB in zentralen Fragen wie dem Wohnungsbau und Verkehr "Einfallslosigkeit und Untätigkeit" vor. Scharf kritisiert er immer wieder die aktuelle Haushalts- und Finanzpolitik der Stadt.

Peter Gampenrieder von der Überparteilichen Bürgergemeinschaft (ÜB) würde als Oberbürgermeister gerne den Bürgerservice im Rathaus modernisieren. Zudem will der Ökonom einen besonderen Fokus auf den Ausbau der Dachauer Wirtschaft legen und "die Zahl qualifizierter und wohnnaher Arbeitsplätze im Stadtgebiet deutlich steigern".

Wolfgang Moll tritt für den von ihm gegründeten politischen Verein "Wir" zur Oberbürgermeisterwahl an. Im Wahlprogramm nehmen die Themen Verkehr und Wirtschaft besonders viel Raum ein. Hier seien in den vergangen Jahren viele Chancen vertan worden, so der TSV-Präsident. Moll setzt auf eine "vernünftige Politik der Breite".

Für die Freien Wähler Dachau will Markus Erhorn das Oberbürgermeisteramt erobern. Auch die Bürger für Dachau (BfD) haben sich hinter ihn gestellt. Wie Strauch kritisiert auch Erhorn die Finanzpolitik von Oberbürgermeister Hartmann. Er will dem "rot-grünen Horrorkurs" ein Ende setzen.

Die Podiumsdiskussion der SZ Dachau am Freitag, 6. März, im Thoma-Haus beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

© SZ vom 19.02.2020
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