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Kommunales Knowhow :Abfallmanagement für Jordanien

Landkreise Dachau und Bruck helfen Kommunen im Nahen Osten

Dachau - Das Motto lautet: "Global denken - kommunal vernetzen." Die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck beteiligen sich in Kooperation mit ihrem gemeinsamen Kommunalunternehmen GfA am Projekt "Kommunales Knowhow für Nahost". Dabei sollen jordanische Kommunen professionelles Abfallmanagement lernen und ihre Bevölkerung für den Umweltschutz sensibilisiert werden. Das Projekt geht, wie das Landratsamt Dachau mitteilt, auf eine Initiative des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller (CSU) sowie einer Anregung der Kreistagsfraktion der Grünen zurück.

Jordanien hat mit seinen neun Millionen Einwohnern mehr als eine Million Bürgerkriegsflüchtlinge aufgenommen. So hat sich beispielsweise die Bevölkerung der Stadt Al Ramtha an der syrischen Grenze von 124 000 auf derzeit 240 000 Einwohner fast verdoppelt. Bei einem ersten Besuch hätten Vertreter von vier jordanischen Kommunen ihre Abfallwirtschaft sowie ihre Probleme damit vorgestellt. Besonders die Themen effiziente getrennte Abfallsammlung sowie Wertstoffsortierung und Umweltbildung wurden mit Vertretern aus Politik und Verwaltung detailliert diskutiert, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Mit dem Projekt sollen die regionalen Aufnahmestaaten im Nahen Osten bei der Bewältigung der riesigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Unterbringung und Versorgung vieler neuer Bewohner unterstützt werden. Daher setzt das Projekt auf lokale Themen sowie auf Nachhaltigkeit und wird von Engagement Global unterstützt und zu einhundert Prozent vom Bundesministerium finanziert, wie es in der Pressemitteilung heißt.

"Es ist erstaunlich, wie die Kommunen in Jordanien den Flüchtlingszuzug bisher bewältigen," erklärte die stellvertretende Landrätin aus Dachau, Marianne Klaffki (SPD). "Beim Besuch vor Ort wird aber auch deutlich, wie dringend kompetente, kleinteilige Hilfe gebraucht wird. Hier können deutsche Kommunen sicherlich gemeinsam mit dem Bund einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Situation leisten." SZ